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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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welches man ebenso Wohl wünschen als fliehen möchte, als dasandere, welches nur wünschenswert ist.

In der bisher angegebenen Weise hat man also die Ver-gleichung zwischen den verschiedenen Dingen anzustellen.

Viertes Kapitel.

Bestimmung des Vorzüglichen ohne Vergleichung.

Eben dieselben Gesichtspunkte sind auch zu verwenden, umzu zeigen, was überhaupt wünschenswert oder zu fliehen ist;man darf nemlich nur das Mehr, welches dem einen gegenüberdem andern beigelegt ist, weglassen. Ist nemlich das Werthvollerewünschenswerter, so ist auch das Wertvolle wünschenswert, undwenn das Nützlichere wünschenswerter ist, so ist auch das Nütz-liche wünschenswert- Und so ist es bei Allem, was eine solcheVergleichung durch Steigerung zuläßt. Bei Manchem freilich kön-nen wir sofort bei der bloßen Gegenüberstellung sagen, daß jedesvon beiden oder daß das eine wünschenswert ist, z. B. wennwir reden von dem, was von Natur, und dem, was nicht vonNatur gut ist; es ist nemlich klar, daß das wünschenswert ist,was von Natur gut ist.

Fünftes Kapitel.

Allgemeine Fassung dieser Gesichtspunkte.

Man muß die Gesichtspunkte, welche das Mehr oder We-niger betreffen, möglichst allgemein nehmen, denn in solcher allge-meinen Fassung werden sie in mehr Beziehungen brauchbar sein.Man kann einige von den angegebenen Gesichtspunkten allgemei-ner machen, wenn man eine kleine Aenderung in der Benennunganbringt, z. B.: das was von Natnr ein solches ist; ist mehrein solches als das, was nicht von Natur ein solches ist. Undwenn das eine das, welchem es zukommt, so und so macht, dasandere aber nicht, so ist das, welches das dritte jeweilig so und