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Punkt nicht brauchbar dafür, daß das Prädikat zukommt, sondernnur dafür, daß es zukommen kann. Wenn wir nemlich beweisen,daß etwas nicht empfänglich ist für das Entgegengesetzte, so habenwir damit bewiesen, daß das Prädikat weder zukommt, noch zu-kommen kann, wenn wir aber beweisen, daß das Entgegengesetztezukommt, oder daß das Subjekt für das Entgegengesetzte em-pfänglich ist, so haben wir damit noch nicht bewiesen, daß auchdas Prädikat wirklich zukommt, sondern zunächst nur so viel, daßes zukommen kann.
Achtes Kapitel.
Weitere Verwendung des Entgegengesetzten.
Da es vier Arten von Gegensatz ') gibt, so muß man beider Untersuchung so zu Werke gehen, daß man mit Umkehrungvon Subjekt und Prädikat die Negation beifügt und nun fleht,ob sie so zu einander Passen, sowohl sür's Widerlegen als für'sBehaupten; dabei ist die Induktion zu benutzen. Z. B. wennder Mensch ein lebendes Wesen ist, so ist das, was nicht leben-des Wesen ist, nicht Mensch u. s. f. Hier wird nämlich die Prä-dicirung umgekehrt; denn zuerst ist dem Menschen das Prädicatlebendes Wesen beigelegt, aber dem, was nicht Mensch ist, nichtdas, daß cs nicht Thier ist, sondern umgekehrt dem, was nichtThier ist, das, daß es nicht Mensch ist. Ueberall nun ist diesesVerfahren festzuhalten, z. B. wenn das Schöne angenehm ist, soist auch das Nichtangenehme nicht schön; ist aber dieses nicht, soist auch jenes nicht. Ebenso wenn das Nichtangenehme nichtschön ist, so ist das Schöne angenehm. Man sieht, daß dieseUmkehrung von Subjekt und Prädikat mit Anwendung der Ne-gation für beide Fälle sich verwenden läßt.
Beim (conträr) Entgegengesetzten muß man untersuchen, obdem Entgegengesetzten das Entgegengesetzte bcigelegt werden kann,
Das Relative, daS contrabictorische Gcgenthril, das conträr« Eegentheil,Beraubung und Haben.