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allemal das nehmen, welches für die aufgestellte Behauptung vonNutzen ist.
Ferner wenn dem beigelegten Prädikat etwas entgegengesetztist, so muß man untersuchen, ob dieses letztere demjenigen zukommt,welchem das Prädikat zukommen soll; kommt dem Subjekt nem-lich das Entgegengesetzte zu, so kann ihm jenes Prädikat nichtzukommen, denn es ist unmöglich, daß das Entgegengesetzte zugleichEinem und Demselben zukomme.
Ferner muß man sehen, ob von einem Subjekt etwas aus-gesagt ist, dessen Setzung Entgegengesetztes zur Folge hat. Z. B.wenn man sagt, die Ideen seien in uns; daun ist die Folge, daßsie sich bewegen und zugleich, daß sie sich ruhig verhalten, fernerdaß sie sinnlich wahrnehmbar und zugleich, daß sie Objekt desDenkens sind. Diejenigen uemlich, welche die Ideen annehmen,sagen, sie seien in Ruhe und seien geistig, sind sie aber in uns,so können sie unmöglich unbeweglich sein, denn wenn wir unsbewegen, so muß nothwendig auch Alles, was in uns ist, sich mit-bewcgen. Es ist ferner klar, daß sie sinnlich sind, wenn sie inuns sein sollen, denn der Gesichtssinn ist es ja, durch welchenwir an jedem Ding die Form erkennen.
Ferner wenn ein Prädikat vorliegt, welchen: etwas entgegen-gesetzt ist, so muß man untersuchen, ob das, welches für diesesPrädikat empfänglich ist, auch für das Entgegengesetzte empfäng-lich ist; ebendasselbe ist ja empfänglich für das Entgegengesetzte.Z. B. wenn man sagt, der Haß sei verbunden mit dem Zorn,so wäre also der Haß in dem Affektsorgan; ist dieß uemlich nichtder Fall, ist vielmehr die Freundschaft im Organ des Begehrens>),so würde der Haß nicht mit dem Zorn verbunden sein. Ebensoauch wenn man sagt, das Organ des Begehrens schließe dasWissen aus. Dann muß es ja auch für das Wissen empfäng-lich sein, wenn es doch für das Nichtwissen empfänglich ist, dasaber nimmt man nicht an, daß das Organ des Begehrens fürdas Wissen empfänglich sei. Beim Widerlegen nun ist, wie ge-sagt, dieß zu verwenden; beim Behaupten aber ist der Gesichts-
*) Und also auch der Haß.