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so ist damit auch die ausgestellte Behauptung widerlegt. — Schein-bar nothwendig ist dieses Verfahren, wenn das, wozu man über-geht, zwar scheinbar nützlich ist und verwandt nnt der Behaup-tung, es aber nicht wirklich ist, mag nun der Respondent etwasleugnen oder mag man eine Induktion, welche wahrscheinlich ist,vermittelst der Behauptung auf ein anderes hinausführen undnun dieses zu widerlegen suchen. — Der dritte Fall ist, wenndas, wozu man übergeht, weder wirklich noch scheinbar nothwen-dig ist, und dabei der Respondent nur von einer Seite her, welchenicht zur Sache gehört, überführt wird. Vor diesem letzten Fallemuß man sich wohl in Acht nehmen, denn ein solcher Gesichts-punkt hat offenbar mit der Dialektik ganz und gar nichts zu thun.Darum darf auch der Respondent sich hiedurch keineswegs auf-regen lassen, sondern er darf ganz wohl das zugeben, was zu deraufgestellten Behauptung nicht wesentlich gehört, indem er dabeinur bemerkt, daß er mit dem und dem zwar nicht einverstandensei, es aber zugebe. Denn in der Regel pflegt der Opponentnoch mehr in Verlegenheit zu gerathen, wenn man ihm allesDerartige zugibt und er dann erst nicht damit fertig wird.
Ferner: Jede Behauptung irgend welcher Art schließt vieleBehauptungen in sich; denn jeder Satz hat nothwendig verschie-dene Consequenzen; z. B. wer sagt, der Mensch sei, der sagt ebendamit auch, daß es ein lebendes Wesen gebe, und zwar ein be-seeltes, zweifüßiges, ein solches, welches zum Denken und Wissenbefähigt sei. Also wenn man irgend ein solches Consequens auf-hebt, so wird damit auch die ursprüngliche Behauptung aufge-hoben. Nur muß man sich in solchen Fällen wohl hüten, daßman nicht einen schwierigeren Satz an die Stelle des ersten setzt;bisweilen nämlich ist es zwar Wohl leichter, das Consequens auf-zuheben, bisweilen aber läßt sich der zuerst aufgestellte Satz leich-ter widerlegen.