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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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des Aehnlichen. Für die hypothetischen Schlüsse beruht derNutzen darin, daß es wahrscheinlich ist, daß, wie sich das einevon den ähnlichen Dingen verhält, so auch die übrigen sich ver-halten. Also so oft wir eine derartige Ausführung mit Geschickanstellen wollen, werden wir vorher feststellen: wie es sich mitdiesen: verhält, so auch mit dem, um welches es sich handelt.Und haben wir nun jenes erstere nachgewiesen, so werden wireben damit auch das, um welches es sich handelt, nachgewiesenhaben, auf Grund der Voraussetzung, also in hypothetischer Weise;denn mit der Voraussetzung: wie es sich mit Diesem verhält, soverhält es sich auch mit dem, um welches es sich handelt, habenwir den Beweis gebildet. Drittens für die Aufstellung derDefinitionen sind wir gefördert, sofern wir mit der Einsicht indas, was in jedem Fall das Identische ist, in den Stand gesetztwerden, zu sagen, in welche Gattung wir beim Definiren das-jenige, um welches es sich handelt, einzureihen haben. Denn vonden gemeinschaftlichen Bestimmungen wird diejenige, welche ammeisten das eigentliche Wesen prädicirt, die Gattung ausdrücken.Ebenso ist die Untersuchung des Aehnlichen auch von Nutzen beidem, was sehr verschieden von einander ist, für den Zweck derDefinition, z. B. daß Windstille auf der See und Bewegungs-losigkeit in der Luft ebendasselbe sind, insofern beides Ruhe ist,ebenso daß ein Punkt in einer Linie und Einheit bei der Zahldasselbe sind, sofern beides Anfang ist. Also wenn wir das AllemGemeinsame als Gattung aufstellen, so wird eine Definition ohneZweifel richtig sein. In der Regel verfährt man ja auch so beimDefiniren; man sagt ja, die Einheit sei Anfang der Zahl undder Punkt sei Anfang der Linie. Also ist klar, daß man denGattungsbegriff in demjenigen findet, welches beiden gemeinsam ist.

Damit haben wir die Mittel nachgewiesen, durch welche wirdie Schlüsse bilden; im Folgenden handeln wir von den Gesichts-punkten, für welche das Gesagte von Nutzen ist.