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manchen dieser Probleme hat das Wissen einen Werth für diepraktische Annahme oder Verwerfung, z. B. ob der sinnliche Ge-nuß begehrenswerth sei oder nicht, andere haben nur theoretischenWerth, z. B. ob die Welt ewig sei oder nicht, wieder anderehaben allein für sich keine derartige Bedeutung, weder in dereinen noch in der andern Weise, sie geben aber einen Beitragzu andern Problemen; denn es gibt viele Sätze, welche wir anund für sich nicht zu wissen begehren, wohl aber um andererwillen, um durch sie etwas anderes zu erkennen. Es gibt fernerProbleme, bei welchen die Schlüsse, die sich darauf beziehen, ent-gegengesetzt sind, (man kann nemlich im Zweifel sein, ob es sosich verhält oder nicht so, weil für das eine und das andereüberzeugende Gründe vorhanden sind), sowie auch solche, vonwelchen wir die Gründe nicht anzugeben wissen, obgleich dieselbenvon Bedeutung sind, wir halten es dabei für schwierig, das Wa-rum anzugeben, z. B. bei der Frage, ob die Welt ewig sei odernicht; denn derartige Fragen kann man ganz wohl aufwersen.
Die genannten Bestimmungen mögen genügen für die Er-klärung der Probleme und Sätze.
Was die Thesis betrifft, so ist diese eine unwahrscheinliche,von der gewöhnlichen Ansicht abweichende Annahme irgend einesangesehenen Philosophen, z. B.: „es gibt keinen Widerspruch",wie Antisthenes sagte, oder „Alles ist in Bewegung" nach Heraklit,oder „das Seiende ist Eins", wie Melissus behauptet; denn umeigenthümliche Behauptungen, welche der nächste beste aufstellt, sichSorge zu machen wäre einfältig. Oder solche Sätze, zu welchenwir eine Begründung haben, welche der gewöhnlichen Meinungentgegengesetzt ist, z. B. daß nicht alles Seiende entweder gewordenoder ewig ist, wie die Sophisten sagen; weil nemlich ein MusikerGrammatiker sei, ohne es geworden oder von Ewigkeit gewesenzu sein. Wenn nemlich jener erstere Satz auch Einem nicht gefällt,so hat er doch etwas für sich, weil er so und so begründet ist').
>) Die Sophisten sagen: ein Musiker wird kein Grammatiker («eil nemlichnicht der Musiker als solcher Grammatiker wird, sondern der Mensch, welcher zu-gleich Musiker und Grammatiker ist) und er ist es auch nicht von jeher.
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