ist, oder daß eine von den in der Definition gegebenen Bestim-mungen nicht zutrifft, was auch vom Accidentellen gelten wird;so daß also nach der oben ') gegebenen Darlegung alles bisherAufgezählte in gewissem Sinn zur Definition gerechnet werdenkann. Allein dich berechtigt noch nicht, für alles nur Eine all-gemeine Methode aufzustellen; einmal wäre es nicht leicht, so et-was zu finden, und wenn man's auch ausfindig machte, so wärediese Methode doch ganz unklar und unbrauchbar für unsere vor-liegende Untersuchung. Nimmt man dagegen für jeden der obendefinirten Begriffe eine besondere Methode, so ist es leichter, vondein jedem Eigenthümlichen aus das jedesmal Vorliegende zu be-handeln. Man muß also, wie oben gesagt, ganz allgemeine Un-terschiede machen, das Uebrige^) aber jedesmal in Verbindungsetzen mit dem, womit es am meisten verwandt ist, wobei maues denn bezeichnet als zur Definition oder zur Gattung u. s. f.gehörig. So ist im Allgemeinen das oben Genannte mit demBetreffenden in Verbindung gebracht.
Siebentes Kapitel.
Vom Identischen.
Zunächst müssen wir eine Definition des Identischen gebenund sagen, in wie vielerlei Beziehungen dieß zu verstehen ist.Man kann unseres Erachtens das Identische im Allgemeinen indrei Classen eintheilen. Wir pflegen nemlich die Bezeichnung„identisch, eins und dasselbe" zu gebrauchen entweder in Hinsichtder Art oder der Zahl oder der Gattung, und zwar hinsichtlichder Zahl bei solchen Dingen, wobei es mehrere Namen gibt, dieSache aber Eine ist, wie z. B. bei Rock und Kleid, — der Artnach bei dem, was ein Mehrfaches, aber der Art nach unnnter-schieden ist, wie Mensch und Mensch, Pferd und Pferd; derarti-ges nemlich wird der Art nach identisch genannt, sofern es unter
*) Cap. 5.
2) Die Übrigen Begriffe außer den bisher bestnirten.