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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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nach gleich und identisch. Die Behauptungen, Aussagen bestehenncmlich aus den Vordersätzen; dasjenige aber, womit die Schlüssees zu thun haben, sind die Probleme. Jeder Vordersatz und jedesProblem aber bezeichnet entweder eine Gattung oder ein Eigen-tümliches oder ein Accidentelles; der Artuntcrschied nämlich ge-hört zur Gattung und ist deßhalb mit dieser zusammcnzustellen.Das Eigentümliche bezeichnet theils das eigentliche Wesen, denBegriff der Sache, theils aber auch nicht, und so müssen wir dasEigentümliche scheiden in diese beiden eben genannten Arten:das eine, das, welches das eigentliche Wesen bezeichnet, nennenwir Begriffsbestimmung, das andere soll, nach der allgemeinenhierüber aufgestellten Bezeichnung, das Eigentümliche heißen.Hieraus ergibt sich nun, daß nach der eben gegebenen Unter-scheidung im ganzen viererlei herauskommt: Eigentümliches, Be-griffsbestimmung, Gattung, Accidens. Nur soll man unsere Be-stimmungen nicht so auffassen, als wollten wir sagen, jedes vondiesen vieren sei an sich schon Vordersatz oder Problein, vielmehrist unsere Meinung, daß hieraus sowohl die Probleme als dieVordersätze sich ergeben. Der Unterschied zwischen Problein undVordersatz liegt in der Form. Sagt man nemlich:ist die Aus-sage, auf Füßen gehendes, zweifüßiges Geschöpf die Definition vonMensch?" und:ist der Begriff Geschöpf die Gattung des Be-griffs Mensch?" so hat inan damit einen Satz. Sagt mauaber:ist die Aussage, auf Füßen gehendes, zweifüßiges Geschöpfdie Definition von Mensch oder nicht?" so ist dieß ein Problem.Und so ist es auch sonst. So sind also offenbar die Problemeund die Sätze der Zahl nach gleich, denn ans jedem Satz kanninan ein Problem machen, man darf nur die Form verändern.

Fünftes Kapitel.

Nähere Bestimmungen der Begriffe: Definition, Eigentümliches,Gattnng, Accidens.

Wir müssen nun zeigen, was unter Definition, Eigentüm-lich, Gattung, Accidens zu verstehen ist.