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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
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Ueberdieß aber ergibt sich auch noch ein Vorthcil hinsichtlich desUnmittelbaren, was den Charakter der Principien in jeder Wis-senschaft ausmacht. Denn von den cigenthümlichen Principiender betreffenden Wissenschaft selber aus ist es unmöglich, etwasdarüber zu sagen, indem ja die Principien immer unmittelbarsind, vielmehr ist es nöthig, das jedesmal Wahrscheinliche zuHilfe zu nehmen, um vermittelst desselben eine Erklärung derPrincipien zu geben. Dicß ist aber ganz eigentlich oder doch vor-zugsweise die Aufgabe der Dialektik; denn da sie ihrem Wesennach forschend ist, so ist sie damit auf dem Weg zu den Prin-cipien aller Wissenschaften.

Drittes Kapitel.

Worauf es bei der Dialektik hauptsächlich ankommt.

Wir werden vollständig im Besitz der richtigen Methodesein, wenn wir uns in ähnlicher Weise verhalten wie in der Rhe-torik, der Heilkunde und derartigen Vermögen; d. h. wir müssenmit den zil Gebot stehenden Mitteln unfern jeweiligen Zweck er-reichen. Der Redner wird ja nicht auf alle Fälle überreden undebensowenig wird der Arzt in allen Fällen gesund machen, son-dern wir werden sagen, daß jeder seine Wissenschaft zur Genügeversteht, wenn er nichts von dein unterläßt, was möglich ist.

Viertes Kapitel.

Die einzelnen Gesichtspunkte der Untersuchung.

Zuerst nun müssen wir fragen, welches die einzelnen Punktesind, mit welchen die Untersuchung cs zu thun hat. Wir wer-den unserer Aufgabe gerecht werden, sobald wir finden, auf wievielerlei und auf was für Punkte die Sätze sich beziehen und auswelchen Bestandtheilen sie entstehen und wie wir es machen müs-sen, um sie leicht zu finden. Das nemlich, woraus die Sätzebestehen und womit die Schlüsse cs zu thun haben, ist der Zahl