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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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lich bei ihm dadurch zu Stande, daß er entweder die Halbkreisenicht richtig beschreibt, oder daß er irgendwelche Linien nicht sozieht, wie sie gezogen werden sollten.

Damit haben wir denn die verschiedenen Arten von Schlüs-sen angegeben, wenigstens im Allgemeinen. Denn nur allgemeineAngaben über alles, was bisher angeführt worden ist und überdas, was noch angeführt werden wird, sollen uns hier beschäfti-gen, denn es ist nicht unsere Absicht, über irgend etwas eineganz genaue Darstellung zu geben, vielmehr wollen wir nur dieallgemeinen Züge und Umrisse aufstellen. Wir halten es nemlichbei der vorliegenden Entwicklung für genügend, wenn man imStand ist, jedes einzelne auch nur bis zu einem gewissen Gradzu erkennen.

Zweites Kapitel.

Vom Nutzen der Dialektik.

An das eben Gesagte schließt sich nun weiter an, daß wirzeigen, in wie mancherlei Beziehungen und in wiefern diese Un-tersuchung von Nutzen ist. Es sind dieß dreierlei Beziehungen:sie ist nützlich zur Uebung, nützlich zum Austausch der Rede undder Gedanken, nützlich für die philosophischen Wissenschaften. Daßerstens unsere Untersuchung nützlich ist zur Uebung, ist an undfür sich selber klar; denn wenn wir eine Methode haben, so wer-den wir in den Stand gesetzt sein, das, was vorgelegt wird, mitmehr Leichtigkeit anzufassen. Was sodann den Austausch derGedanken in der Rede betrifft, so ist die Sache die, daß wir,wenn wir die Meinungen der Menge aufgezählt haben, nicht vonden fremden, sondern von den eigenen Ansichten aus uns gegenAndere aussprechen werden, indem wir das, was uns an den Be-hauptungeil der Andern nicht richtig zu sein scheint, anders wen-den. Drittens für die philosophischen Wissenschaften liegt derNutzen darin, daß wir, wenn wir im Stände sind, nach beidenSeiten hin die Frage zu stellen, auch bei jedem einzelnen Gegen-stand leichter erkennen werden, was wahr und was falsch ist.