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Allen oder von den Meisten oder von den Verständigen, undzwar, was die Letzteren betrifft, entweder von Allen oder vonden Meisten oder von den Bekanntesten und Angesehensten. —Ein eristischer Schluß (Streitschluß) ist derjenige, welcher gebildetWird aus Sätzen, die wahrscheinlich scheinen, es aber nicht sind,sowie auch derjenige, welcher nur scheinbar gebildet wird aus dem,was wahrscheinlich ist oder wahrscheinlich scheint. Nämlich nichtAlles, was wahrscheinlich scheint, ist auch wirklich wahrscheinlich.Denn das, Was wir wahrscheinlich nennen, trägt keineswegs dentrügerischen Charakter so deutlich an der Stirn, wie dich der Fallist bei den Principien der eristischen Schlüsse; bei diesen nämlichfällt im Augenblick und fast immer das Wesen des Betrugs in'sAuge, wenn man auch nur einigermaßen von solchen Dingenetwas versteht. Den ersten nun von den angegebenen eristischenSchlüssen wollen wir immerhin als Schluß gelten lassen; derandere') aber ist zwar ein eristischer Schluß, aber kein eigent-licher Schluß, indem ja der Schluß nur scheinbar ist, nichtwirklich.
Außer den sämmtlichen aufgeführten Schlüssen sind nun aberauch die Paralogismen zu nennen, welche aus solchen Prämis-sen gebildet werden, die gewissen Wissenschaften eigenthümlich sind,wie das z. B. Vorkommen kann bei der Geometrie und den da-mit verwandten Wissenschaften. Dieses Verfahren ist nämlichoffenbar verschieden von den oben genannten Schlüssen; denn werfalsche Figuren zeichnet, schließt weder aus Wahrem und Unmit-telbarem, noch aus Wahrscheinlichem. Es fällt dieß gar nichtunter die angegebene Begriffsbestimmung; was er nimmt, ist janicht das, Was von Allen oder von den Meisten angenommenwird, oder was von den Verständigen, und hier wieder von Allenoder von den Meisten oder von den Angesehensten, vielmehr erbildet den Schluß aus Sätzen, welche der Wissenschaft zwar eigen-thümlich, aber nicht wahr sind. Der Paralogismus kommt niim-
Welcher nur scheinbar schließt aus Wahrscheinlichem oder WahrscheinlichScheinendem.
L) Trugschlüsse.