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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

überladen ist. Denn, als ob die Zuhörer nichts verstehen könnten,wenn der Vortragende nicht dazu thäte, bewegen sie^ sich in un-aufhörlicher Bewegung, wie die schlechten Flötentänzer sich wie einKreis zusammenbiegen, wenn siedenDiskuswurf" darstellensollen, und die agierende Hauptperson an der Schleppe zerren,wenn sie dieSky'lla" zur Flöte tanzen.«

2. Die Tragödie ist nun von dieser Art^, wie das auch

bei ihrem Publikum voraussetzt) ist jedenfalls eine niedrige,pöbelmäßigc".Man sieht, daß es sich hier um den Vorwurf einer rein stoffartigenWirkung des Dramas und der Tragödie handelt. Vgl. Bischer,Ästhetik, lV, S. 1404.

2. Sie, d. h. solche überladene, für die Masse berechneten Kunstleistungen.

3.Diskuswurf" undSkylla" sind Titel zweier antiken Balletts,d. h. mimischer Darstellungen unter Flötenspielbegleitung. Von einemsolchen mimischen Ballett zur Flöte gibt uns Xe'nophon in seinemGastmahl" (IX, 15) eine sehr anschauliche Beschreibung. Diese Art thea-tralischer Orchestik erreichte in der Pantomimik der römischen Kaiscr-zeit ihren Gipfel. (Vgl. Krause in Pauly's Realencyklopädie, Bd. V,S. 2832.) Daß in unserer Stelle eine roh übertreibende Weise derMimik charakterisiert werden soll, leuchtet ein.

4. D. h. sie verfällt leicht bei der Darstellung in den oben erwähntenFehler, alles nachahmend ausdrücken zu wollen. Dies wird im folgendenaus der griechischen Theatergeschichte mit Urteilen berühmter älterer Schau-spieler über ihre jüngeren zeitgenössischen Nachfahrer, die, wie es scheint,eine neue Manier einführten, erläutert. Myniskos oder Meni'Skoswar ein tragischer Schauspieler der alten Äschyle'ischen Schule, der im hohenAlter noch den tragischen Schauspieler Kalli'ppides erlebte, dessen über-triebene Aktion er durch den SpottnamenDer Affe", den er ihm gab,verspottete. Über diesen letzteren geben Sueto'n (Tibe'r, Kap. 38), Xeno-phon (Gastmahl III, 11) u. a. Nachrichten, die mit jenem Vorwurfeübereiustimmen. Über den Schauspieler Pindaros wenn der Namenicht vielleicht aus Theodo'ros verschrieben ist, wissen wir nichts.