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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Fünfundzwanzigstes Kapitel.

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9. Andere Bedenken müssen gelöst werden, indem man densprachlichen Ausdruck berücksichtigt, z. B. durch Annahme einesFremdworts ^ m den Homerischen Worten^:

Nur die Mäuler erlegt' er zuerst;

möglicherweise nämlich meint hier der Dichter mit dem WorteMäuler" (»Lpß«;) nicht die Saumtiere, sondern die Wächter.Wenn ferner der Dichter vom Do'lon sagt":

Zwar ein übler Mann von. Gestalt,

so meint er damit nicht einen schlechtgebauten Körper, sondern dieHäßlichkeit des Gesichts. Denn die Kreter brauchen das Wortwohl-gestaltet" (eoelSec) fürschön von Antlitz" (eünpv-wnov). Fernerdie Worte:

Misch' auch stärkeren Wein ^

Schrift:Wie die Jugend die Dichter lesen müsse", besonders Kap. 3.Die ganze Abhandlung verdient als Erläuterung dieser Art von sophi-stisch-kritischer, sittlich-ästhetischer Erklärung der Dichter verglichen zuwerden.

12. Vgl. Plutarch, a. a. Orte, Kap. 6.

13. Ilias I; V. 50, und daselbst die Scholien.

14. Ilias X, 316.

15. Ilias IX, 203. So ruft Achi'll seinem Pa'troklos zu, als dievon Agame'mnon gesandten edlen Helden ihn in seinem Zelte besuchen:

Stelle uns hin, o Menö'tios' Sohn, einen größeren Mischkrug,

Misch' auch stärkeren Wein, und jeglichem reiche den Becher,

Sind doch die wertesten Helden anjetzt mir unter dem Obdach!

Ein Kritiker, Zo'ilus von Amphi'polis, Zeitgenosse Platons, tadelte dieseStelle, weil Homer hiermit die ersten Helden alsSaufbrüder" bezeichne!Unser Verfasser bemerkt dagegen einfach:Das Wortstärker" ((wp6-repov) sei eineGlossa", ein Fremdwort) und bedeute so viel alsvonbesserer Sorte". Vgl.Plutarch, Unterhaltungen beim Gelage; Athenä'osIX, Kap. 22, S. 423 L.