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Aristoteles, Poetik.
Vielleicht ist manches auch nicht gerade besser so, wie dieDichter es darstellen, aber es war eben früher so Brauch, wiez. B. was Homer von den Waffen sagt^:
— Aber die Lanzen
Standen empor auf dem Fuße des Schafts —
denn dies war damals so Brauch, wie auch jetzt noch bei denIllyriern.
8. Wenn es sich ferner darum handelt, ob ein Ausspruch odereine That irgend einer vom Dichter eingeführten Person gut odernicht gut sei, so darf man bei dem Urteil darüber nicht bloß dieThat oder den Ausspruch an und für sich ins Auge fassen, obdie eine oder der andere löblich oder schlecht sind, sondern auchdie Person des Handelnden oder Redenden, gegen wen oder wannoder für wen oder weshalb er so gehandelt oder gesprochen;z. B. ob eines höheren Guten wegen, das er erlangen, oder einesgrößeren Übels wegen, dem er entgehen wollte."
II, 23), Verfasser von Gedichten in diesem Sinne, (Brandis, Geschichteder griechisch-römischen Philosophie, I, S. 344—373), in denen er esaussprach, Gewisses über die Götter zu erkennnen, gehe über menschlichesVermögen, — hier sei alles nur Meinung (Söxoe). Daß in unsererStelle auf die Polemik des Xenophanes gegen den Anthropomorphismusder Volksreligion angespielt wird, hat Schwegler in seinem Kommentarzu Aristoteles' Metaphysi'k (IV, Kap. 5, § 24), T. II, S. 179 dargethan.
10. J'lias X, V. 152, und daselbst die Bekkerschen Scholien, inwelchen sich Porphy'rius auf Aristoteles' Erklärung beruft. Die Sitte,wenn man die Waffen ablegte, die Lanze mit dem eisenbeschlagenen Fußein die Erde zu stoßen und so aufrecht stehen zu lassen, kam, wie diealten Ausleger des Homer bemerken, frühzeitig ab, weil einst zur Nacht-zeit eine umfallende Lanze das Lager in blinden Alarm versetzt habe.Doch erhielt sich der Brauch, wie Aristoteles bemerkt, bei den Illyriern.
11. Ähnliche Lehren gibt Plu'tarch in der interessanten