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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

bedeuten nichtungemischten Wein", wie ihn Saufbrüder lieben,sondern eine feinere Sorte.

10. Anderes dagegen ist metaphorisch gesagt. So z. B. sagtHomer:

Alle Götter und Menschen

Schliefen die ganze Ncicht^;

und doch sagt er unmittelbar daneben:

Doch so oft das Gefild er, das ironische, überschaute,

Hört er Syringen und Flötengelärm.

Allein dasAlle" ist hier metaphorisch für Viele gesagt, dennAlles bezeichnet auch eine Art von Vielh eit. Auch der Ausdruckallein" in dem Verse

Sie, die allein niemals in Oke'anos' Fluten hinabtaucht",

16. Ilias X, V. 1 fg.; vgl. V. 11. Die im Texte von Aristo-teles zitierten Werke Homers weichen von unseren Ausgaben Homers ab.Allein es ist Thatsache, daß die Ausgabe des Homer, die Aristoteles fürAlexander besorgt hatte, nicht die ist, welche wir übrig haben (Wolf,Prolego'mena, S. 37). Die Herausgeber haben sich mit dieser Stelle vielMühe gemacht, und doch ist alles klar, wenn man ein einziges Wort ver-ändert. Aristoteles nämlich, oder sagen wir lieber der Verfasser diesesAbschnitts der Poetik, las offenbar in seinem Homer an der StelleZlias X, V. 1 fg.:

Ilsore; jriv s>« Aevi re xsl svepe; iirnoxoguarai

und so übersetzt auch noch Voßalle". Jetzt steht dafür in unseren Aus-gaben des Homerischen Gedichts:

"lIXXvl i:ap« vyoalv «gwrhe; «v»/«l<uv

Die Kritiker, welche nach Aristoteles neue Ausgaben des Homer veran-stalteten, nahmen Anstoß an dem Widerspruche, der zwischen diesemnsv-ec und den folgenden Versen (V. 11 13) liegt, wo es heißt, daßdie Trojaner wach waren; sie änderten das nÄvxe? in aXXoi, und diesLXXcn kam dadurch auch in den Aristotelischen Text.