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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Zweiundzwanzigstes Kapitel.

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9. Wenn es nun aber wichtig ist, daß man jede der obengenannten sprachlichen Ausdrucksweisen schicklich anwendet, sowohldie Doppelwörter als die Fremdwörter, so ist es doch weitausdas wichtigste, geschickt zu sein im Gebrauche des metaphorischenAusdrucks. Denn dies allein läßt sich nicht von anderen lernen,sondern ist ein Merkzeichen glücklicher Naturbegabung. ^ GuteMetaphern finden heißt nämlich einen scharfen Blick für dasÄhnliche haben.

10. Von den Nennworten eignen sich die Doppelwörtervorzugsweise für die Dithyra'mben, die Fremdwörter für diehero'ischen^, die Metaphern für die ia'mbischen Verses Inden heroischen lassen sich noch alle vorhergenannten anwenden,in den jambischen dagegen, weil diese möglichst die gewöhnlicheSprechweise ausdrücken, passen nur diejenigen Ausdrücke, derensich jemand auch in der prosaischen Darstellung bedienen dürfte.Dahin gehören aber der gemeinbräuchliche, die Metapher sundder Schmucks.

Und so mag es denn über Tragödie und über die nach-ahmende Darstellung, die sich im Gebiete des Handelns bewegt,bei dem bisher Gesagten sein Bewenden haben.

Lesers, den die Weise der Anführung mit eri 8i, die Hinweisung aufden uns ganz unbekannten Arei'phrades und der Schluß des Ganzengleichmäßig zu bezeichnen scheinen.

14. Vgl.' Rhetorik III, Kap. 10; Müller III, S. 136.

15. Nach Hermann ist diese Bestimmung abgeleitet aus dem Gangeder historischen Entwickelung des Epos bei den Griechen, einer Ent-wickelung, die in Homer so vollendet erscheint, daß derselbe bis auf dieSprache herab als gesetzgebendes Muster für seine Nachfolger galt. Dieiambischcn Verse" bezeichnen den tragischen Trtmeter, d. h. die dia-logischen jambischen Partieen der Tragödie.

16. Vgl. Rhetorik NI, Kap. 3.