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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
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Zweiundzwanzigstes Kapitel.

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sprachlichen Ausdruck selbst den Stachel seines Spottes kleidete:

Und den Ares erblickt' ich nach Ma'rathon hlnabwandclnd

und:

Den wohl nie gelüstet hatte jenes Nieswurz

6. Allerdings ist das gewissermaßen absichtliche Hervor-tretenlassen dieser Ausdrucksart lächerlich, allein das Maß isteben allen Teilen gemeinsam; denn auch wenn man Metaphernund Fremdworte und alle die anderen Ausdrucksformen unpassendund mit ausdrücklicher Absicht gebraucht, um Lachen zu erregen,würde man dasselbe Resultat bewirken.

7. Von welcher großen Bedeutung dagegen der passendeGebrauch ist, das mag man sich an den epischen Gedichten klarmachen, wenn man die gewöhnlichen Wortformen in das Metrumzu bringen versucht. Auch an dem Fremdwort und an den Me-taphern und an den übrigen Ausdrucksformen kann man es sichvor Augen bringen, daß was ich sage richtig ist, wenn man dafürdie gemeinbräuchlichen Ausdrücke an die Stelle setzt. So z. B.haben Ä'schylos und Euri'pides einmal denselben iambischenVers gemacht und der letztere nur ein einziges Wort geändert,und zwar so, daß er statt des eigentlichen gewöhnlichen einFremdwort setzte, und doch erscheint uns sofort der Äschple'ischeVers schön, der Euripide'ische aber schlecht. Äschylos nämlichsagt in seinem Philokte't:

Das Krebsgeschwür, das mir das Fleisch vom Fuße frißt,

Euripides dagegen setzte an die Stelle vonfrißt" den Aus-

des Satirikers liegt in den willkürlichen Verkürzungen der Silben inden Wörtern Lin und Ebenso verspotteten

bei uns gewisse Kritiker die Goetheschen Hexameter mit den berechtigtenVersen:

In Weimar und in Jena macht man Hexameter wie der:

Aber die Pentameter sind doch noch Ecellenter.