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Aristoteles, Poetik.
folgendes: Trinkschale verhält sich zu Diony'sos wie Schildzum A'res. Der Dichter wird also die Trinkschale den Schilddes Dionysos und den Schild die Tri nkschaledes Aresnennen können." Oder: Das Alter verhält sich zum Leben,wie ver Abend zum Tage; der Dichter wird also den Abenddas Alter des Tages nennen und das Alter den Abend des Lebensoder, wie Empe'dokles, die „Abendschatten des Lebens"."
7. Für manche Analogieen existiert kein eigenes feststehendesNennwort, doch werden sie darum nicht weniger bildlich gesagtwerden können. So zum Beispiel heißt „die Frucht niedersenden"säen; dagegen für das Niedersenden des Wärmestrahls durch dieSonne gibt es keine eigentliche Bezeichnung. Allein dies nichtvorhandene Wort verhält sich ähnlich zur Sonne wie das Wort„säen" zur Frucht, darum ist vom Dichter gesagt:
— „indem sie fall den gottentsprossenen Strahl".^
8. Man kann aber diese Art der Meta'pher auch andersbehandeln, indem man die entlehnte fremde Benennung so gebraucht,daß man ihr zugleich etwas, das zu ihrer eigentlichen Bedeutungwesentlich gehört, abspricht, z. B. wenn ein Dichter von einerTrinkschale — nicht des Ares, sondern von einer weinlosenspricht."
12. Dasselbe Beispiel Rheto'rik III, Kap. 4 und Kap. 11, wiedenn überhaupt im dritten Buche der Rhetorik Aristoteles über die bild-lichen Ausdrücke nach der Analogie sehr ausführlich gehandelt hat. Der-jenige Dichter, welcher diese kühne Metapher wie es scheint zuerst brauchte,war der Dithyra'mbendichter Tnno'theos. S. Athenä'os S. 433 L.
13. Vgl. Ast zu Platons „Gesetze", S. 770 L.
14. Bruchstück eines Verses aus einem unbekannten Dichter. Die-selbe Metapher brauchen Virgi'l, Äne'is, II, 584, und Lukre'z II, 211.
15. Der Schild kann Poetisch die Trinkschale des Kriegsgottesheißen. Aber um die Trinkschale als metaphorisch in diesem Sinne ge-