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Aristoteles, Poetik.
laut ohne bestimmte Bedeutung, der die Bildung eines einzigenSprachlauts mit bestimmter Bedeutung weder hindert noch bewirktund geeigenschaftet ist, sowohl an den Anfängen als in der Mitte ge-setzt zu Werdens.
8. Nennwort ist ein durch Übereinkunft gebildeter Sprach-laut mit bestimmter Bedeutung ohne Zeitangabe, von dem kein Teilfür sich bestimmte Bedeutung hat. Denn in den Doppelwörtern istes nicht sprachgebräuchlich, daß der einzelne Teil auch für sich ge-nommen eine bestimmte Bedeutung hat, z. B. in dem NennworteTheodo'ros hat der Teil doros keine bestimmte Bedeutung. 4
9. Zeitwort ist ein durch Übereinkunft gebildeter Sprach-laut, der eine bestimmte Bedeutung mit hinzutretender Zeitangabehat und von dem kein Teil für sich genommen etwas bedeutet, ge-rade wie bei den Nennwörtern. Denn das Wort „Mensch" oder„weiß" bezeichnet nicht das Wann, dagegen das Wort: „er geht"oder „er ist gegangen" bezeichnet zugleich, jenes die gegenwärtige,dieses die vergangene Zeit.
10. Flexio'n ^ ist an einem Nennwort oder Zeitwort teils dieBezeichnung des Wessen oder Wem und so weiter, teils die Be-zeichnung der Einheit oder Vielheit, z. B. „Menschen" oder „Mensch",teils die Bezeichnung der personellen Verhältnisse, denn das Wort„er ging" oder „geht" ist eine Beugung des Zeitworts nach diesenFormen.
11. Satz endlich ist ein übereinkünftlicher^ Sprachlautvon bestimmter Bedeutung, von dem einzelne Teile für sichgleichfalls Bestimmtes bedeuten. Denn nicht jeder Satz besiehtaus Nennwörtern und Zeitwörtern, wie z. B. „der Begriff desMenschen", sondern es kann auch einen Satz ohne Zeitwortgeben, immer aber wird er einen Teil, der eine bestimmte
4. Diese Definition wird bestätigt durch das, was Aristoteles in der
Schrift negl (Hermenewtika) Kap. II auseinandersetzt.
5. Aristoteles, negl Kap. 2 und 3, und Rhetorik, Kap. 7.
6. Aristoteles, a. a. O., Kap. 4.