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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Neunzehntes Kapitel.

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ein Gebet, eine Schilderung, Drohung, Frage, Antwort und der-gleichen mehr. Denn aus der Kenntnis oder Unkenntnis dieserDinge erwächst der Poetik kein Tadel, der irgend wie der Beachtungwert wäre. Welchen Fehler könnte einer auch in Prota goras'tadelnder Bemerkung gegen Home'r finden, daß derselbe, währender zu beten meine, in den Worten

Sing', o Göttin, den Zorn"

einen Befehl ausspreche, denn, sagt er, jemand heißen etwaszu thun oder nicht zu thun, ist ein Befehl! ? Deshalb

wählten Ausdruck (äg)'lre-/.ro'u-/.y) anzudeuten, daß man zu seiner Zeitauch aus der Schauspielkunst ein wissenschaftliches wohlgegliedertes Systemgemacht hatte. (Über den gedachten Ausdruck vgl. man Zell zur Niko-ma'chischen E'thik I, 1; Kommentar S. 5fg.; Nikomachische Ethik VIII,Kap. 7, § 7; Kap. 8, § 2; Schneider und Victo'rius zu Aristoteles'Politik III, 6, Z 8, und die Ausleger zu Ci'cero, Vom höchsten Gut undÜbel, I, 10.)Der Schauspielkunst werden diese im folgenden aufge-zählten Dinge vorzugsweise zugewiesen, weil für sie die Unterscheidungder Redefiguren insofern von Bedeutung ist, als sie Anweisung zu gebenhat, mit welcher Betonung und mit welchen Gebärden eine jede vorge-tragen werden muß." Knebel.

7. Die feine und liebenswürdige Entschuldigung des Prota'goras,welche Friedrich August Wolf (Prolego'mena, S. Lb,XVII) geltendmacht, verdient beachtet zu werden, um sich vor dem Fehler zu hüten, indem scharfsinnigen Denker hier, einen aberwitzigen Thoren zu erblicken.Wolf sagt dort von diesen ersten Anfängen gramm'atischer Unterscheidungenmit denen sich, wie wir auch sonst aus Aristoteles (Rhetorik III, 5;II, 24) wissen, Protagoras gleich andern berühmten Sophisten abgab, diegoldenen Worte: tzuum kslioitsr illi, (guueisre niUil uttinet. Xumprimi conutus tulss res ucl prueesptionsm urtis rsvocuncii uäso suntäiklieilss, nt suinniis ingeniis lubi liosut Uonests in iis, iprus unosueeulo post vix tironss impuns nsseiunt. Um aber an dies Ka-pitel unserer Aristotelischen Poetik noch eine Bemerkung zu knüpfen, soscheint es aus demselben klar hervorzugehen, daß andere Philosophen,