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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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154
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154 Aristoteles, Poerik.

vorgebracht werden müssen. ^ Denn was hätte der Redende sonstnoch für eine Aufgabe, wenn das, worüber er redet, auch ohne seineWorte angenehmen Eindruck machte? ^

4. 5. Von dem, was in das Gebiet der Theorie dessprachlichen Ausdrucks gehört, bilden eine Gattung die Figurendes sprachlichen Ausdrucks, deren Kenntnis Sache der Schau-spielkunst und desjenigen ist, welcher das Ganze derselben alsein Syste'mO inne hat, z. B. was ein Befehl ist und was

4. Den Sinn dieses Paragraphen hat schon Gottfried Hermannrichtig erklärt. Aristoteles sagt: Die Diktion hat für ihre Färbung die-selben Gedankenquellen und Mittel, die der Dichter auch für das That-sächliche des Inhaltes seiner Dichtung anwenden muß. Der Unterschiedliegt nur darin, daß im letzteren Falle eine Handlung, ein Ereignis furcht-bar, mitlcidswert, erhaben und innerlich wahrscheinlich erscheinen mußdurch die schöpferisch gestaltende, richtig verbindende und komponierendeKunst des Dichters, auch ohne die scenische Aufführung (Äeu mSE-rlia?)durch sprechende und agierende Personen, während Mitleid, Furcht u. s. w.im einzelnen von dem sprachlichen Ausdrücke und Vortrage, d. h. davonabhängig ist, wie die Personen sich ausdrücken, was und wie sie sprechenund spielen.

5. Ein Beispiel. Wallen stein will sagen:Ich habe meine Gründe,

weshalb ich dem Octavio vertraue. Sie liegen darin, daß ich einmal inbezug auf ihn eine Schicksalsfrage gethan und einen Traum gehabt unddaß ich ihm mein Leben verdanke." Dies ist der nackte Inhalt, aberdieser, so nackt hingestellt, ist noch keineswegs ergreifend, noch keineswegsunser Gemüt mit der Lust und dem Genüsse des Schönen Me«) er-füllend. Er wird es erst durch die Art, wie der Dichter den Wallensteindie ganze Sache, seinen Traum und das Folgende erzählen und darstellenläßt, durch den Xvpos. Dagegen die Fabel des Wallenstein oder die jederandern guten Tragödie ist an und für sich tragisch, ergreifend, Mitleidund Furcht erweckend, auch ohne ausgeführte dramatische Darstellung(Äeo ZlöaaxaXk«?), bloß durch die Art und Weise, wie der Dichter dieDinge (r« sich entwickeln und zur Katastro'phe fortschreiten läßt.

6. Aristoteles scheint mit leisem Spotte durch den von ihm ge-