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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
Seite
153
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Neunzehntes Kapitel.

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manEingelegtes" singt oder ob man eine jambische Stelle auseinem Stück in ein anderes einfügt oder eine ganze Scene?

Neunzehntes Kapitel.

1. Über alle anderen Punkte haben wir uns jetzt ausgesprochen;es bleibt also nur noch übrig, von dem sprachlichen Ausdruck odervon den Gedanken zu reden. Was nun die Gedanken betrifft, somag es bei dem, was darüber in den rhetorischen Vorträgen gesagtis?, sein Bewenden haben, denn dieser Gegenstand gehört seinemWesen nach mehr jenem Kursus? an.

2. Es ist aber unter denGedanken" alles dasjenige be-griffen, was in dem redenden Teile der Tragödie seinen Ausdruckfinden muß. Dahin gehört im einzelnen das Beweisführen, dasEntkräften, das Hervorbringen von Leidenschaften, z. B. Mitleidoder Furcht oder Zorn und dergleichen mehr, sowie auch das Ver-größern und Verkleinern?

3. Nun wissen wir zwar, daß der Dichter auch in derBehandlung der Thatsachen aus denselben Zdeeen seineMittel zu entnehmen hat, sobald es darauf ankommt, dieseThatsachen als mitleidswerte oder als furchtbare oder alserhabene oder als wahrscheinliche hinzustellen. Der Unterschiedist nur der, daß hier die Dinge so erscheinen müssen auchohne Darstellung auf der Bühne, während in der Rede jeneEindrücke durch die redende Person und durch deren Rede her-

tragischen Bühne seiner Zeit, das sein Seitenstück in einer ähnlichen Kunst-barbarci unserer Oper findet, wo sogar die Hauptpersonen fremdeEin-lagen" mit sogenannten Bravourarien zu machen sich erlauben.

1. Nämlich im ersten und zweiten Buche der Rhetorik.

2. Dem rhetorischen. Kursus ist wörtliche Übersetzung von

3. Vgl. Aristoteles, Rhetorik, ll, 20.