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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

sind: die verwickelte, wo das Ganze auf plötzlichen Schicksals-wechsel und Erkennung hinausläuft; die pathetische (erschütternde),wovon die Ajax- und Jxi'onstragödien, die Charaktertragödien,wovon die Phthioti'den und der Pe'leus Beispiele sind; undviertens die einfache, wovon Beispiele die Phorkiden, Prome-theus und alle, die im Ha'des spielen.§

3. Am besten freilich wäre es, wenn man alle diese Gat-tungen zu beherrschen versuchte oder doch die wichtigsten undmeisten, zumal bei der gehässigen Kritik, die man jetzt an denDichtern übt, wo man verlangt, daß der einzelne neue Dichterjeden unter den in bezug auf einen einzelnen Bestandteil vor-trefflichen Dichtern, die es gegeben hat, in demjenigen, worinseine Stärke bestand, übertreffen soll! Auch läßt sich ganz gutvon einer Tragödie sagen, sie sei eine andere oder sie sei die-selbe, ohne daß man etwa dabei irgend die behandelte Fabelzum Maßstab nimmt, sondern nur das ins Auge faßt, ob dieTragödien dieselbe Verwickelung und Lösung haben. Es gibt

die vier Elemente der Tragödie, von denen Kap. XII und XVIII dieRede ist." Knebel (S. 265).

4. Von den hier angeführten Beispielen kennen wir nur noch denSophoklsischcn A'jax und den Prome'theus des Äschylos. Das be-stimmende Wort der vierten Gattung, iw von Bekker gestrichen,

muß wieder in den Text hineingebracht werden, da es obenein auch hand-schriftlich gegeben ist und durchaus nicht fehlen darf. Mehrere Co'dices(s. Gräfenhan S. 136) haben anstatt dieses Wortes eine Lücke.Überden hier bei Aristoteles angedeuteten Stilgegensatz innerhalb des klassischenIdeals in der antiken Tragödie s. Bischer, Ästhetik) IV, S. 1412 fg.:Die ethische Art, welche Aristoteles mit anfzählt, ist sittenbildlich charak-teristisch, und der Peleus war nicht nur von Euripides, sondern auch vonSophokles behandelt. Allein diese Form war wenig ausgebildet, unddas Psychologische, rein menschliche Gemälde, auf das sie schließen läßt,konnte entfernt nicht bis zu einer Ausbildung des Charakteristischen gehen,die einen so entschiedenen Gegensatz der Stilrichtung innerhalb des Antikendarstellt, wie die neuere Komödie." Vgl. S. 1425 fg.