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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Achtzehntes Kapitel.

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Schürzung alles dasjenige, was früher? geschehen, und die Ge-fangennehmung des Knaben, die Lösung dagegen geht von derAnschuldigung des Mordes bis zum Ende.

2. Gattungen ferner der Tragödie gibt es vier, geradeso viel, wie wir auch Bestandteile derselben angaben.? Diese

2. D. h. vor Anfang des Stückes. Über den Tra'giker Theodektess. Kap. XI, § 1.

3.Von den in Kap. VI. aufgezählten Elementen der Tragödiebilden nur drei die Substanz derselben (dieDinge, welche man darstellt,"),nämlich: Charakter, Fabel und Gedanken. Von diesen aber sind dieletzten, so notwendig sie auch in jeder Tragödie hervortreten müssen, dochin derselben nicht so entscheidend, daß sie sich jemals als das unterschei-dende Merkmal einer besonderen Gattung von Tragödien geltend machenkönnten. Es bleiben also die zwei wichtigsten Bestandteile (wie Aristo-teles selbst auch sagt), die Charaktere und die Fabel, übrig. Nun istaber die Fabel entweder eine einfache oder eine verwickelte, und dieanszeichnenden Bestandteile der letzteren, welche zusammen die Kenn-zeichen derselben, nicht aber jeder eine besondere Gattung bilden, sindder plötzliche Schicksalswechsel und die Entdeckung. Außer diesenaber gibt es noch einen dritten Bestandteil der tragischen Fabel, der wederder einfachen noch der verwickelten Art derselben in einem höheren Maßezugerechnet werden kann und deshalb ihnen nicht subsumiert, sondernnebengeordnet werden muß, nämlich das Erschütternde. So erhaltenwir folgendes Schema:

Charaktere Fabel

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einfache verwickelte

(Plötzl. Schicksalswechsel Entdeckung) ErschütterndeZählen wir nun die äußeren Glieder zusammen, wie Aristoteles zu thunPflegt (vgl. Rhcto'rik I, 10, und daselbst Victo'rius), so erhalten wir

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