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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

2. Za, soweit es möglich, soll der Dichter selbst mit denGebärden seiner Personen Mitarbeiten. 2 Denn den sicherstenEindruck auf andere macht infolge derselben Naturbeschaffenheitderjenige, der selbst sich im Zustande der jedesmaligen Leidenschaftbefindet, und wer selbst aufgeregt oder erzürnt ist, versetzt andeream wahrsten in Aufregung oder in Zorn.^ Darum gehört zurPoesie ein Genie oder ein aufgeregtes Naturell, denn von diesenbeiden besitzt das eine^ das Vermögen, sich leicht in alle mögli-

wieder zum Vorschein kam, ohne daß die Zuschauer ihn hatten aus demTempel zurückkommen sehen, so war vies ein Verstoß gegen dasPassende"(ro npinov), d. h. gegen die Illusion und die vernünftige Bedingung derEinheit des Ortes auf der griechischen Bühne, und das Publikum nahmdenselben so übel, daß das Stück durchfiel. Über Karkinos siehe zuKap. XVI, § 3.

2. D. h. er soll sich sogar vergegenwärtigen, wie sich seine Personenin Stellung, Haltung und Gebärde auf der Bühne in den jedesmaligenSituationen ausnehmen werden. Bischer (Ästhetik II, S. 358 fg.)bemerkt, daß Aristoteles hier nichtdie wesentliche Bedingung der Ob-jektivität des innern Bildes ans Licht gesetzt habe", ebensowenig wieQuintilia'n VI, 2, 26. Was Aristoteles vom Dichter verlangt, drücktLongi'n in seiner SchriftVom Erhabenen" (XV, I) aus, wenn er vonvielen Stellen in Euripides'Orest" sagt:Hier sah der Dichter selbstdie Eri'nnyen", nämlich als er diese Stelle schrieb. Ähnliche Winkefür den Dichter gibt Hora'z in seinerDichtkunst", V. 101 ff. Wichtigfür das Verständnis dieser Aristotelischen Stelle ist auch Aristoteles,Physiognomik, Kap. 5, S. 808, d. 12, angeführt von Ritter.

3. Diese Bemerkung dient dazu, die Aristotelische Kunstforderung

auf natürlicher Basis durch eine Vergleichung zu begründen. Daher istdie Lesart der Handschriften « -rffs «ürch; (wofür Hermann u. a.

ärr' aorh; -rls; rgüllcu)?) richtig und notwendig. Die PÜm; ist dasTem-perament". Vgl. Aristoteles, Probleme, XXX. 1.

4. Nämlich das Genie, der eürouvj;.