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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Fünfzehntes Kapitel.

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sie dabei doch als tüchtige Menschen zeichnen, wie A'gathon undHome'r den Achi'll, dies Ideal von Ungestüm.^

9. Diese Punkte also hat der Dichter ins Auge zu fassenund außerdem diejenigen Empfindungen, welche neben den ausdem innersten Wesen der Poesie sich mit Notwendigkeit ergebendenhervorgehen denn auch in betreff ihrer kann man nicht selten

18. Man erlaube zunächst ein Wort zur Tepteskritik dieses Satzes.In den sämtlichen Handschriften lautet er: x«l äg-siXov;

x«l r« rol«ür« inl rrüv HiiLv, imoörvv; ovr«; ^Tileixet;

umeiv, olc>'- röv x«l "0^r;gc>?.

Natürlich ist die Interpunktion die ineine, da Handschriften solche nichthaben. Mit dieser Interpunktion aber ist in den handschriftlich beglau-bigten Textworten alles in Ordnung, und die Veränderungen der Heraus-geber von Aldus bis auf Immanuel Bekker sind sämtlich unnütz, die Ritter-schen sogar absolut widersinnig. Denn das roioörou? Svr«?, Las Ritteraus dem Text wirft, ist schlechterdings notwendig, wie meine Übersetzungklar zeigt; und die Worte mit denen er es nicht

besser macht, sind es ebenfalls. Diese letzten Worte sind höchstens vonihrer Stelle gerückt und müssen vielleicht nach vl°v stehen. Doch glaubeich, daß sie auch an der Stelle, wo sie jetzt in den Handschriften stehen,sprachlich zulässig sind. Sachlich betrachtet ist die Bemerkung des Aristo-teles vortrefflich. Achill, dies Jdealbeispiel (no-gAZei^«) eines überstür-zenden Ungestüms, eines jähzornigen Charakters, ist dennoch von Homerzugleich als ein Edler und Tüchtiger (imel'/.isi), ein Braver gezeichnetwie jeder weiß, der seinen Homer gelesen hat; und Agathon der Tragi-ker (s. zu Kap. IX, § 7) hatte sich mit seiner Charakterzeichnung desAchill in seiner TragödieTestephos" oder in seinerZerstörung Ilions"in dieser Beziehung an Homer angeschlossen.

19. Die notwendigenEmpfindungen" oder Eindrücke («lalliM?)sind die von Aristoteles bisher behandelten: die Notwendigkeit des Gan-ges der Handlung, die richtige Motivierung der Reden und Thaten, dieÄhnlichkeit der Charaktere der Tragödie mit denen des überliefertenMythus, die Konsequenz und die sittliche Tüchtigkeit derselben. Diese