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Aristoteles, Poetik.
Ausgang haben. Dafür gibt es einen höchst schlagenden Beweis.Auf den Bühnen nämlich und bei den Aufführungen der Kunst-wettstreite erscheinen solche Tragödien, wenn sie gut dargestelltwerden, immer als die am meisten tragischen, und Euripides,wenn auch in allem übrigen die Ökonomie seiner Stücke keines-wegs gut zu heißen ist, erscheint doch jedenfalls, wenn es aufdas spezifisch Tragische ankommt, als der erste unter den tragi-schen Dichtern."
7. Die zweite dem Range nach dagegen ist die gegen-wärtig von einigen als die erste hingestellte Komposition",wo die Komposition eine doppelte ist und die Lösung für dieBesseren und für die Schlechteren zu einem entgegengesetztenEnde führt. Sie gilt aber gegenwärtig für die erste wegender Schwachherzigkeit des Publikums der Theater. Die Dichterlassen sich nämlich von ihm beeinflussen und suchen es den Zu-schauern nach Wunsch zu machen." Nicht diese Lust ist aber die
süßige, vielbändige und vielköpfige Wesen, welches gleichsam zu einemMenschen wird, schließt eben das Verständnis aller einzelnen Teile einesKunstwerks in sich."
14. Siehe die Einleitung.
15. Aristoteles sagt wörtlich: „Die zweite ist die von einigen alserste bezeichnete Komposition (llöar»-n?), welche einerseits eine doppelteKomposition hat." Das ist so nachlässig ausgedrückt (die Kompo-sition, welche die Komposition als eine doppelte hat), daß ich ver-mute, das erste Mal sei das Wort abar««!; ein Einschiebsel, statt
was aus § 6 zu ergänzen war. — Das Präsens übrigens,dessen sich Aristoteles hier wie in §K 4 und 6 bei der Bezeichnung derUrteile jener Kunstphilosophen bedient, gegen deren Ansichten er polemi-siert, berechtigt uns zu der Annahme, daß wenigstens ein Teil derselbender Gegenwart angehörte. Über das doppelte Interesse in der Tragödies. Schlegel, Dramatische Vorlesungen, Teil II, S. 95; 108.
I. Es gab also auch zu Aristoteles' Zeit schon Poeten, die ängstlichnach dem Publikum hinhorchten und deren Sinn darauf gerichtet war zu