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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Dreizehntes Kapitel.

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sten Tragödien an wenige einzelne Häuser", wie z. B. an einenAlkmä'on, einen O'dipus, Ore'stes, Melea'ger, Thye'stes und Te'le-phus und andere ähnliche Personen, die das Geschick traf, furcht-bare Dinge zu leiden oder zu vollbringen.

6. Also noch einmal: die ästhetisch^ vollkommenste Tra-gödie ist das Resultat dieser Komposition. Darum sindauch die Kunstrichter im Irrtum, welche es eben dem Euri'-pides zum Vorwurf machen, daß er dies in seinen Tragödienthut" und daß dieselben in der Regel einen unglücklichen

zu ersehen war, wie sich allmählich das Bewußtsein über das Wesenund die Bestimmung (über das ep-svv, s. Note zu Kap. XIll, Z I) derTragödie in den Dichtern selbst dahin entwickelt hatte: zu der Einsicht,daß, wie Bischer (Ästhetik I, S. 299) sagt, im Wesen des Tragischenselbst der Grund liege, warum die besondere Kunstform, in welcher cs sichseinen höchsten Ausdruck gibt, die Tragödie, so wenig Stücke mit glück-lichem Ausgange haben kann und auch in diesen der glückliche Ausgangnur als das Ende langer Leiden erscheint. Vgl. Schlegel, DramatischeVorlesungen, I, S. 108 fg.

11. Vgl. Kap.. XIV, § 10.

12.Ästhetisch": so übersetze ich daS rhv d. h.:

nach der Theorie der Kunst" oder:nach den Gesetzen der Poetik",derpoetischen Kunst", denn von dieser handelt der Philosoph.

13. D. h.: daß er nach der von Aristoteles angegebenen Weise de»Gang seiner tragischen Handlung komponiert. Aristoteles polemisiert hieraufs neue gegen andere Ästhetiker, welche über das Wesen der Tragödiegeschrieben hatten, und trägt kein Bedenken, ihrem überzarten Empfin-den, dem das Schwere und Leidvolle in den Konflikten und Kata-strophen des Euripides nicht zusagte, den kräftigen Sinn der Massedes Volkes, die bei den Aufführungen das Publikum bildete, entgegcnzu-stcllen. Aristoteles' Ansicht über dies Publikum ist ausgesprochen im drit-ten Buche der Politik (Kap. 6, §, 4; Kap. II Bekker), wo es heißt:Die Gesamtmasse des Publikums (°i noXXoy ist ein besserer Richter über

die Leistungen der Musik und der Dichter, als einzelne; denn dies viel-

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