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Aristoteles, Poetik.
bezug des einen zu dem andern stattfinden, in Fällen, wo nurder eine als der, wer er ist, offenbar wird; andere dagegen woes nötig ist, daß beide einander erkennen, wie z. B. die Jphi-geni'a von dem Ore'stes erkannt wurde infolge der Absendungdes Briefes, während es für ihn von seiten der Zphigenia einerandern Erkennung bedurfte?
6. Was nun also die Fabel betrifft, so haben zwei Bestand-teile derselben hier? ihr Gebiet: plötzlicher Glücksumschlag undErkennung; aber es ist noch ein dritter vorhanden, das Pa'thos?Von diesen drei Teilen sind plötzlicher Glücksumschlag und Erken-nung bereits besprochen; Pathos aber ist eine Vernichtung oderSchmerz bewirkende Handlung, wie z. B. Tötungen auf offenerScene und die (zuweilen vorkommenden) schweren Körperleiden,Verwundungen uud was dergleichen mehr ist.
Zwölftes Kapitel?
1. Von den Bestandteilen der Tragödie dagegen, welcheman als Formen anzusehen hat, haben wir früher ^ gesprochen.
7. Euri'pides, Jphigenia in Tau Vis, V. 733—837, wo Ore'st dieSchwester dadurch erkennt, daß sie ihm einen Brief an ihren Bruder nachGriechenland mitgibt. Vgl. Müller II, 151.
8. Hier, d. h. in der verwickelten Fabel.
9. Pathos — zunächst Leiden und Unglück in äußerlich sichtbarer Ge-stalt, Leiden der Natur; Schreckensscenen, wie im Sophokleischen Ajax.Vgl. Müller II, S. 152 fg. Daneben gebraucht Aristoteles dafür denAusdruck patbs'ma (nckilr^.»); VI, § 1; XXIV, § 1.
1. Über den Inhalt dieses Kapitels vergleiche man RealencyklopädieIV, 2, S. 2057 — 2060. Ritter erklärt dies ganze Kapitel für dasEinschiebsel eines späteren Grammatikers. Die Erklärung der hier abge-handelten Materien gehört zu den schwierigsten in der griechischen Litte-ratur und ist teilweise ein ungelöstes Problem.
2. Kap. VI, §8 7 ff.