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Aristoteles, Poetik.
was selbst von der natürlichen Beschaffenheit ist, daß es nachetwas Anderem entweder in notwendiger Folge oder doch demgewöhnlichen Laufe der Dinge nach sein muß, während auf esnichts Anderes folgt. — Mitte endlich ist was eben sowohlselber Folge eines Vorhergehenden ist, als auch wiederum ein Ande-res als Folge nach sich hat. Mithin dürfen die gut komponiertenFabeln weder von einem zufälligen Punkte anfangen, noch an einemzufälligen Punkte enden, sondern es müssen die obigen Gedankenbe-stimmungen zur Anwendung kommen.
4. Ferner: da jedes Schöne, sei es ein lebendes Geschöpf oderirgend ein Ding, das aus gewissen Teilen besteht, diese nicht nur wohl-geordnet haben muß, sondern auch nicht jede beliebige Größe habendarf — denn das Schöne besteht in Größe und Ordnung ^ —, des-halb kann weder ein ganz winzig kleines Geschöpf schön sein — denndie Anschauung fließt zur Undeutlichkeit zusammen, weil sie in einemnahezu unmerklichen Zeitmomente stattfindet —,noch ein übergroßes,denn da geschieht die Anschauung nicht mit einem Male^, sondern esgeht für die Anschauenden die Einheit und Ganzheit verloren, wiez.B. wenndas anzuschauende Geschöpfzehntausend Stadien s 1850lrwr.jgroß wäre. °
5. Also: wie es bei den Körpern und bei den lebendigen Ge-schöpfen gilt, daß sie eine gewisse Größe haben müssen, die aber leichtüberschaulich ist, so auch bei den Fabeln: sie müssen eine gewisse Längehaben, die aber leicht behaltbar ist.
4. „Die Hauptformen des Schönen sind die Ordnung, das Gleich-maß und das Begrenzte." Aristoteles, Metaphysik, XIII, 3 am Ende.Über den Begriff des Schönen bei Aristoteles handelt am ausführlichstenMüller, a.a.O., II, S. 95—106; Zell zu Aristoteles' NikomachischerEthik IV, 3, 5.
5. Vgl. die herrlichen Worte W inckel mann s in derKunstgeschichte IV,
2 , 22 .
6. Vgl. Politik VII, 4; Nikomachische Ethik IX, 10, 3.