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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

was selbst von der natürlichen Beschaffenheit ist, daß es nachetwas Anderem entweder in notwendiger Folge oder doch demgewöhnlichen Laufe der Dinge nach sein muß, während auf esnichts Anderes folgt. Mitte endlich ist was eben sowohlselber Folge eines Vorhergehenden ist, als auch wiederum ein Ande-res als Folge nach sich hat. Mithin dürfen die gut komponiertenFabeln weder von einem zufälligen Punkte anfangen, noch an einemzufälligen Punkte enden, sondern es müssen die obigen Gedankenbe-stimmungen zur Anwendung kommen.

4. Ferner: da jedes Schöne, sei es ein lebendes Geschöpf oderirgend ein Ding, das aus gewissen Teilen besteht, diese nicht nur wohl-geordnet haben muß, sondern auch nicht jede beliebige Größe habendarf denn das Schöne besteht in Größe und Ordnung ^, des-halb kann weder ein ganz winzig kleines Geschöpf schön sein denndie Anschauung fließt zur Undeutlichkeit zusammen, weil sie in einemnahezu unmerklichen Zeitmomente stattfindet,noch ein übergroßes,denn da geschieht die Anschauung nicht mit einem Male^, sondern esgeht für die Anschauenden die Einheit und Ganzheit verloren, wiez.B. wenndas anzuschauende Geschöpfzehntausend Stadien s 1850lrwr.jgroß wäre. °

5. Also: wie es bei den Körpern und bei den lebendigen Ge-schöpfen gilt, daß sie eine gewisse Größe haben müssen, die aber leichtüberschaulich ist, so auch bei den Fabeln: sie müssen eine gewisse Längehaben, die aber leicht behaltbar ist.

4.Die Hauptformen des Schönen sind die Ordnung, das Gleich-maß und das Begrenzte." Aristoteles, Metaphysik, XIII, 3 am Ende.Über den Begriff des Schönen bei Aristoteles handelt am ausführlichstenMüller, a.a.O., II, S. 95106; Zell zu Aristoteles' NikomachischerEthik IV, 3, 5.

5. Vgl. die herrlichen Worte W inckel mann s in derKunstgeschichte IV,

2 , 22 .

6. Vgl. Politik VII, 4; Nikomachische Ethik IX, 10, 3.