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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

14. Auch hinsichtlich ihres Umfangs gelangte sie von kleinenMythen und lächerlichem sprachlichen Ausdrucke, wie das ihrer Herkunftaus dem Sa'tyrspiele anklebte, erst spät zu ihrer eigentümlichen Be-deutung und Erhabenheit, sowie auch das Versmaß vom Tetra'meterzum jambischen überging. Im Anfänge nämlich bediente man sich desTetrameters, weil die Dichtung noch mehr den Satyrn- und Tanz-charakter hatte sobald aber die erzählende Rede sich herausgebildethatte, fand die Natur derselben das zu ihr gehörige Me'trum vonselbst. Denn von allen Versmaßen ist das jambische vorzugsweisedas der gewöhnlichen Rede." Beweis dafür ist, daß wir in der ge-wöhnlichen Unterhaltung miteinander meistenteils in Jamben sprechen,sehr selten dagegen in Hexametern und nur in Fällen, wo wir überden gewöhnlichen Gesprächston hinausgehen.

Endlich die vermehrten Auftritte und wie die übrigen Erfin-dungen zur vollständigen Ausbildung der einzelnen Teile sonst heißen,mögen hier nur andeutungsweise von uns erwähnt sein; denn es würdeeine weitläufige Arbeit sein, sie alle einzeln durchzunehmen."

12. Aristoteles meint den trochäischen Tetrameter, der, wie cs inder Rhetorik heißt (III, 8) xop8«xixü>repos, d. h. vorzugsweise für den sa-tyrmäßig ausgelassenen Kolldaxtanz der geeignete Rhythmus ist. Vgl.Poellik, Kap. XXIV, § 5.

13. Dasselbe noch ausführlicher lesen wir in der Aristotelischen Rhe-torik III, 1. Vgl. III, 8 und unten Poetik, K. XXIV, § 5.

14. Ich habe die Worte negl vuv -roorcuv roa-rör« ausgelassen.

Sie fehlen in sämtlichen Handschriften und sind ein offenbarer Notbehelf einesalten Herausgebers, der die Bedeutung des wie ich sie in der Über-

setzung erklärt habe und wie sie im folgenden Kapitel §4 genau ebenso wieder-kehrt, nicht verstand. Möglich indes ist es auch, daß jene Worte, die sicham Rande einer Pariser Handschrift (Parisie'nsis 2040) beigeschrieben fin-den, den Schluß des Kapitels bildeten. Was dieverschönenden Er-findungen" betrifft, mit denen im Laufe der Zeit die ausgebildete Tragödiegeschmückt" und ausgestattet wurde, so meint der Philosoph damit: diekunstvolle Anlage der Fabel, die mannigfachen scenischen Apparate und Ein-richtungen, die musikalische Begleitung, die Masken, die Maschinerieen u. s. f.