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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Erstes Kapitel.

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5. Mit dem bloßen Rhythmus dagegen, abgesondert von derHarmonie, ahmt die Kunst der Tänzer ° nach; denn auch diese ahmendurch den rhythmischen Ausdruck ihrer Körperbewegungen sowohlGemütsstimmungen als Leidenschaften und Handlungen nach.

6. Die Wortdichtung (Epopöie') dagegen bedient sich dazuallein der Rede, sowohl der ungebundenen als der durch Versmaßegebundenen; mag sie diese letzteren nun unter einander gemischt oder,wie es bisher der Fall war, nur ein bestimmtes dieser Versmaßeanwenden?

7. Wir müssen diesen Ausdruck (Wortdichtung) schon brauchen,denn wir wären sonst nicht im stände, die Mi'men des So'phron undTena'rchoZb und die Sokra'tischen Reden mit einem gemeinsamen

6. Diese Orche'stik gehörte besonders den Do'rern an. S. OtfriedMüller, Dorer, II, S. 344; Herodo't VI, 129.

7. Aristoteles betrachtet das Me'trmn nicht als die notwendige äußere

Form der Poesie. (S. Müller II, S. 110.) Zugleich aber benutzt er hierden AusdruckWortdichtung" (Epopöie) in ungewöhnlicher Bedeutung,nämlich für die gesamte Kunst, deren Material nur dasWort", dieRede (Xo^os) ist. Bernays (Grundzüge der verlorenen Abhandlung desAristoteles über die Wirkung der Tragödie, S. 186) behauptet, daß imTexte vor das Wort ausgelassen sei. Aber Spengel

(Über die KrÄagaii (S. 49 und 50) zeigt, daß alles in Ordnung und nurein Komma hinter zu setzen sei.Aristoteles kann nicht

nmy-ru/ch sagen, sondern nur einen Teil der Dichtkunst, die epische, nehmen,und dieser setzt er, weil sie erzählend ist, auch prosaische Darstellunghinzu, weil es kein Wort gibt, das beides bezeichnet und umfaßt,er wählt also annähernd den Ausdruck Epopöie, der in gewöhnlicherBedeutung die Prosa ausschließt."

8. Sophron der Mimendichter, ein Syrakuser, lebend um 420vor unserer Zeitrechnung, ausgezeichnet in jeder Gattung lebensvoller,ernster und komischer Nachbildungen des Alltaglebens, welche den gemein-samen NamenMimen" führten und aus ihrer Heimat Sizilien mit

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