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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Einleitung. Drittes Kapitel.

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durch die innere Notwendigkeit der tragischen Entwickelungund des tragischen Abschlusses. Voll dieser Art des tragischenAbschlusses sagt Hegel, im vollkommensten Einverständnismit Aristoteles:Nur wenn man diese Einsicht festhält, läßtsich die alte Tragödie (sagen wir: die Tragödie, wie sieAristoteles auffaßte) begreifen. Denn nur dann ist nicht dasUnglück und Leiden (die iXe-iv« ««l P->ß-g«), sondern dieBefreiung des Geistes (die Katharsis) das letzte, in-sofern am Ende die Notwendigkeit dessen, was denIndividuen geschieht, als absolute Vernünftigkeiterscheinen kann und das Gemüt wahrhaft sittlichberuhigt ist: erschüttert durch das Los der Helden(so iXi-w x«l P°ß°u), versöhnt in der Sache."

So ist die Tragödie nach Aristoteles' Auffassung daserhebende und veredelnde Spiegelbild des menschlichen Lebensund der dasselbe bedingenden Mächte. Das Mitleid mit demder Menschheit und zumal ihren bedeutendsten Vertretern auf-erlegten Leiden und das schauernde Gefühl der Furcht, daßdies Schicksal, welches wir die Helden in der Tragödie treffensehen, auch uns treffen könne, wird gereinigt und geläutertdurch den Dichter, der uns durch seine Darstellung zu derEinsicht in den Zusammenhang der Dinge erhebt. Indemer uns einerseits das Leiden und Unglück seiner Helden alsein von ihnen selbst durch einen bedeutenden Fehltritt (srp^-a^v) herbeigeführtes notwendiges aufzeigt, alsoneben der Notwendigkeit der Folge von Ursache und ÄVirkungzugleich die Idee des menschlichen Handelns aufrecht erhält,zeigt er uns andererseits durch seine Dichtung, wie tüchtigeMenschen ihr schweres Geschick würdig hiuzunehmen und zu