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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

Aristoteles gewährte Befriedigung ä- die

allein voir dieser und keiner andern Dichtung bewirkt wird?Die Antwort ans diese Frage eine Antwort, welche ent-scheidend sein muß für das Verständnis der AristotelischenAllsicht von der Wirkung der Tragödie gibt Aristoteles imvierzehnten Kapitel der Poetik, wo er sich gegen diejenigenDichter erklärt, welche Mitleid und Furcht in ihren Tragödienvorzugsweise durch äußere sinnliche Mittel, durch Effekte,welche ailf das Auge berechnet sind, hervorznbringen suchen,während der echte Dichter diese Wirkung durch die reingeistige Verknüpfung der Thatsachen zn erzeugen ver-stehe.Solch ein wahrer Dichter", sagte er,ist So'phoklcs.Wer seinen Ö'dipus auch nur bloß liest oder vortragen hört,wird sich voll Schauer und Mitleid über die Vorgänge ergriffenfühlen, auch ohne daß er etwas Vorgehen sieht. Poetendagegen, die in ihren für das All ge berechneten Bühnen-effekten es nicht ailf das Furchtbare, sondern ans das Mon-ströse absehen, haben gar nichts mit der Tragödie zu schaffen.Denn" und hier oder nirgends ist der Kern der Antwort,welche wir suchen,man darf nicht alle und jede Lustvoll der Tragödie verlangen, sondern nur die ihr eigen-tümliche, nämlich diejenige, welche aus Mitleid undFurcht durch das Mittel der dichterischeil Darstellungentspringt. Diese Lust soll der Dichter uns schaffen, undeben deshalb muß er dies (die Fähigkeit, Mitleid undFurcht in der Brust des Hörers zu erregen,) in die dar-gestellten Thatsachen hineindichten."^

27. Poetik XIV, 24 Ritter.