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Aristoteles, Poetik.
des Geistes und die ideale Erhabenheit des Kunstwerks überdie Realität, die künstlerische Wahrheit über die materielläußerliche Wahrheit, die Erhabenheit endlich des von demkunstbegabten Menschengeiste erschaffenen schönen Scheinsüber die objektive Realität des Naturschönen für alle Zeitenfestgestellt hat. —
Drittes Kapitel.
Aristoteles' Lehre von öer Wirkung öevTragödie.
i.
Aristoteles und Platon.
Die Aristotelische Lehre von der Wirkung der Tragödieoder, wie er selbst sich ausdrückt, von der abschließlich durchdie Tragödie bewirkten Katharsis der Pathemata des Mit-leids und der Furcht in den Hörem und Zuschauern, istwesentlich eine Polemik, ein Protest gegen die PlatonischeAuffassung der Tragödie, wie denn die ganze AristotelischePoetik als eine solche Polemik des Philosophen gegen seinengroßen Lehrmeister angesehen werden mich und allen An-deutungen nach auch von den Zeitgenossen und von demspäteren Altertum angesehen worden ist.
Platon hatte in seinem abstrakt sittlichen Radikalismus,vor welchem selbst ein Äschylos und Sophokles, geschweigedenn ein Euri'pides, nicht bestehen konnten, als ein echter