Einleitung. Zweites Kapitel.
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in uns, und was sie hervorbringt ist, im Lichte der Philo-sophie betrachtet, Schlechtes. 2
Die logische Entwickelung, mittelst deren Plato seineGeringschätzung der Kunst und ihres Prinzips, der Mimesis,begründet, richtet sich gegen das Wesen der letzteren mitfolgendem Schlüsse, dessen Unrichtigkeit Friedrich Bischer inseiner Ästhe'tik eben so kurz als schlagend nachgewiesen hat.^„Die Phantasie", so argumentiert er, „gibt ein Abbilddes Gegenstandes; dieser selbst ist ein Abbild der Idee desGegenstandes, wie sie im göttlichen Verstände wohnt." Nunnimmt er die objektive Darstellung des Phantasiebildesdurch die Kunst (das Kunstwerk) hinzu und sagt, diese seiwieder ein Abbild des Phantasiebildes. Folglich, schließt er,sei das Kunstwerk das Bild von dem Bilde eines Bildes.Lassen wir das letzte Glied, das Kunstwerk, weg, so ist alsodas Phantasiebild Bild des Bildes; es ist zwar nicht, wiePlaton sagt, aus der dritten, aber doch immer nur aus derzweiten Hand. Allein gerade diese zweite Hand hebt ja dieMängel des Bildes erster Hand, die Mängel des Naturschönenauf und kehrt zum göttlichen Urbilde zurück. Das Naturschöneist die Mitte zwischen diesem, dem göttlichen Urbilde, undseiner Herstellung durch den Menschengeist. Gerade weil daszweite Bild Scheinbild ist, tilgt es die Mängel des erstenBildes (des naturschönen Gegenstandes), und nie steht Platon
2. Plato, Staat, X, S. 601 8 ff.; Müller, Geschichte der Theorieder Kunst bei den Alten, I, S. 27 — 43; 90 — 99; II, S. 3; 24; 25;285 fg.; Rüge, Platonische Ästhetik, S. 184—186; 191 fg.
3. Bischer, Ästhetik, II, S. 359 fg.
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