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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

daß sie ihren Verteidiger zwingt, die Zeitgenossen jenesEpitomators und Interpolators mindestens als eben so ein-fältige, geschmack- und geistlose Menschen anzunehmen, dasie ja diese elende Sudelarbeit, diesen stümperhaften undverfälschten Auszug nach Ritter dem echten, damals nochvorhandenen Aristotelischen Orginalwerke vorzogen und den-selben überhaupt so beifällig anfnahmen, daß dadurch dasOrginalwerk zuletzt völlig verdrängt worden ist!! Kanndies aber auch nur einigermaßen glaublich sein für eineZeit, wo doch durchaus noch nicht allgemeine Barbarei inder Litteratnr herrschend und jedenfalls noch Sinn undGeschmack für sprachliche Darstellung genügend vorhandenwar, im: die hier und da auf das äußerste zerrissene Schreib-art, wie sie zum Teil auf Rechnung des Epitomatorsund Interpolators gesetzt wird, ungenießbar zu finden? Auchhat schon der Umstand der Ritterschen Hypothese etwas wi-der sich, daß ein Mann der Litteratnr, ein Schriftsteller,der sich mit Aristoteles' Poetik zu beschäftigen den Triebempfand, ein so ansbündig einfältiger Tropf gewesen seinsoll, daß er selbst nicht einmal sein Geschäft des Ausziehensverstand und gleich zu Anfang Dinge abzuhandeln ver-sprach, von denen nachher in seinem Auszuge nichts oderdoch so gut wie nichts vorkommt.

Mit der Ritterschen Hypothese eines Auszugs ist esalso nichts. Aber dennoch gibt es wohl keinen Leser derAristotelischen Poetik, dem es nicht auf den ersten Blickklar sein sollte, daß wir hier keinenfalls ein vollständigesund von dem Autor selbst herausgegebencs Schriftwerk, son-dern nur mehr oder weniger ausführliche Bruchstücke eines