Einleitung. Erstes Kapitel.
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sind wieder echt Aristotelisch, nur allerdings verkürzt undmit einfältigen Zusätzen versehen, zu denen die Bemerkungüber Schürzung und Lösung (°e-n- und xL-i?) und über dievier Arten der Tragödie gehören! Die Kap. XXI und XXII,wo von der Diktion gehandelt wird, sind stark verkürzteAuszüge und Kap. XX völlig unechter Zusatz, ein Urteil,das auch auf die beiden letzten Kapitel (Kapitel XXV undXXVI) ausgedehnt wird. Auf diese Weise wird also, wiegesagt, ein gutes Dritteil der Schrift als unechter und ge-radezu alberner Zusatz fremder Hand verworfen!
Wenn es nun schon ein überaus wunderliches Dingist um einen Auszug, der, während er ausdrücklich zu demZwecke gemacht worden sein soll, das allzu umfangreichscheinende Orginal auf möglichst populäre Weise tu M8uiuvslxlli'ui abzukürzen, dies Orginal durch eigene Zusätzedoch wieder noch um ein Dritteil vermehrt, so erscheint ande-rerseits der Mann selbst, welchen Ritter sich als Verfasserdieses Auszuges gedacht hat, geradezu als ein wahrer Trage-la'ph, ein Fabeltier von Albernheit und Leichtsinn. In derThat hat Ritter seiner Hypothese zu Liebe auf den Schei-tel dieses seines unglücklichen Epitoma'tors und Interpolatorsalle Schimpfwörter gehäuft, von denen das Latein der moder-nen Philologen ein so reiches Arsenal bildet. Ich habe dar-über in den Anmerkungen wiederholt gesprochen und brauchedaher hier nicht noch einmal darauf zurückzukommen. Aller-dings erforderte die Hypothese des Kritikers notwendig dieAnnahme eines so unerhört einfältigen und geistlosen Trop-fen als Epitomator und Interpolator; aber desto schlimmerfür die Hypothese! Dieselbe hat dazu noch das Bedenkliche,