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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
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Aristoteles, Poetik.

Die Entstehungsweise der Schrift in ihrem gegenwär-tigen Zustande erklärt Ritter folgendermaßen:

Ein Peripate'tiker aus später Zeit, der jedoch vorAlexander von Aphrodi'sias, also jedenfalls vor dem drittennachchristlichen Jahrhundert gelebt haben muß, glaubteeinem allgemeinen Bedürfnisse abzuhelsen, wenn er von demdamals noch vollständig existierenden ausführlichen Aristo-telischen Werke einen Auszug veranstaltete und denselbenzugleich mit eigenen Zusätzen bereicherte. Das Resultat sei-ner Bemühungen ist die Aristotelische Poetik in ihrer ge-genwärtigen elend verstümmelten und vielfach interpoliertenGestalt. Er ging nämlich dabei so zu Werke. Zunächstnahm er die Einleitung (Kap. IV) über Wesen und Arten,Ursprung und Fortbildung der griechischen Poesie vollstän-dig auf, wobei er sich nur einen länger» eigenen gramma-tisch-antiquarischen Zusatz erlaubte (Kap. HI, § 3). Dem-nächst exzerpierte er den Abschnitt über die tragische Poesie,mit Übergehung der Aristotelischen Erklärung über die tra-gische Katha'rfis und mit Einschaltung (Kap. VI, 8 1519)eines unnützen Zusatzes über einzelne Teile der Tragödie.Die nächstfolgenden Kapitel (Kap. VIIXIV) sind wie-der echt Aristotelisch, und nur die Bemerkungen über diedrei Teile des (Kap. XI, 8 6), sowie das ganzezwölfte Kapitel sind neue eigene Zuthaten des Jnterpola'tors.Dann folgt auszüglich ein Abschnitt über die tragischenCharaktere, aber das sechzehnte Kapitel ist wieder ein Zu-satz des Verkürzers, den Ritter bei dieser wie bei jeder an-dern Gelegenheit als ein wahres MoMstrum von Albernheitund Kopflosigkeit darstellt. Kap. XVIIXXHI dagegen