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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
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Aristoteles, Poetik.

Diese Gewaltsamkeit aber des großen Kritikers wardoch nur ein Kinderspiel gegen das Verfahren, welches einMenschenalter später ein anderer Herausgeber, ProfessorFranz Ritter (1839), anwenden zu müssen glaubte undals dessen Resultat die philologische Welt mit Staunen undUnwillen die Erklärung vernahm: daß nahezu ein Dritteilder ganzen Schrift als unecht und wertlos ausznscheiden sei!

Das Wesentliche des Ritterschen Räsonnements warfolgender Art. Aristoteles selbst erwähnt in seinen übrigenSchriften wiederholentlich seiner Behandlung der Poetik,und zwar geschieht es zweimal in einer Weise, welche dieseBehandlung als eine zukünftige erscheinen läßU°, währendin den übrigen Stellen, welche sämtlich der Rhetorik ange-hören", eine Schrift oder Vorlesungen über die Poetik alsbereits vollendet bezeichnet werden. Was in allen diesenStellen Aristoteles in seinen Untersuchungen über das We-sen der Poesie^ zu entwickeln verspricht oder abgehandelt

statt fürlauter Fragmente und Exzerpte, die noch dazu zum Teil sehrbunt unter einander geworfen sind". Dagegen verteidigt E. Egger:Lssni sur I'kistoirs äs In eritilpus cksr: Iss 6rses suivi äs In psstiyns ä'Lristots (Paris, 1849) die Integrität der Schrift, für die sichauch Schiller (siehe Goethe's Briefwechsel mit Knebel II, 353) erklärte.

10. Hermeneu'tika Kap. 4; Politik VIII, 7, §. 4.

11. Rheto'rik. I, Kap. 11 (S. 1372. n. 1); III, Kap. 1 am Ende; III,Kap. 2 (S. 1404 b. 7 und S. 1405 n. 2); III, Kap. 18 (S. 1419 b. 2).

12. Es verdient Beachtung, daß Aristoteles in allen diesen Stellen

mit Ausnahme einer einzigen (Hermeneu'tika), wo er von der Poetiknur als philosophischer Disziplin spricht immer nur von Vorträgenüber die Dichtkunst (^v Trux negl einmal: äv -rvls negl

nruiMlu?) redet.