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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Einleitung. Erstes Kapitel.

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allem Anschein nach nicht einmal aus dem AristotelischenWerke selbst, sondern nur aus zweiter oder dritter Handentnahmen? Was wir mit Hilfe dieser Anführungenüber die Komposition und Beschaffenheit des Werks selbstin Erfahrung bringen können, läuft im ganzen etwa daraufhinaus, daß Aristoteles im ersten Buch dieses Werkes diee'pischen, im zweiten die dramatischen Dichter behandelte unddaß er gelegentlich die Geschichte der poetischen Nationallit-teratnr bis in ihre vereinzelten Traditionen verfolgte undStil und sonstige Eigentümlichkeiten der verschiedenen Dich-ter kritisch sonderte und charakterisierte. ° Namentlich sehenwir aus dem von Makrobius aufbehaltenen Fragmente,daß der Stagirit, ganz nach seiner genauen in das Ein-zelne eingehenden historisch-antiquarischen Weise, bei denDramatikern unter anderem auch die größere oder geringereSorgfalt und Gelehrsamkeit kritisierte, mit welcher die ver-schiedenen Tra'giker sich der überlieferten Sagengeschichtedes Altertums angeschlosfen hatten.

II.

Die Woekik.

Die Aristotelische Poetik ist eines der rätselhaftestenÜberbleibsel der gesamten litterarischen Verlassenschaft deshelle'nischen Altertums, eine Schrift, an deren Deutung imeinzelnen wie an der Erklärung ihres Ursprungs und ihrer

5. S. Hallische Jahrbücher, S. 1664. 1670. - Vgl. Ad. Stahr,Lrislotsli's. II, S. 99.

6. S. Hallische Jahrbücher, a. a. O. S. 1668.