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Aristoteles, Poetik.
nach Aristoteles, soweit uns die Litteratur desselben erhal-tet: ist, gekannt und gelesen hat. Diese Werke sind dieSchrift „Über die Dichter" und die Schrift
„Über die Dichtkunst" (--pl Das zuerst ge-
nannte Werk stand zu den: letzteren in demselben Verhält-nisse, wie das Sammelwerk der hundertundfünszig Poli-tiken und der Barbarenbräuche zu der Politik und wie dieübersichtliche historische Darstellung der Doktrinen der frü-heren Rheto'riker zu der eigenen Theorie der Beredsamkeitdes Philosophen, wie sie uns in seinen drei Büchern derRhetorik vorliegt. Die Methode des Aufsteigens von derErkenntnis des Einzelnen und Besonderen zum Allgemeinenund Absoluten ist auch in dem Gange der Studien und lit-erarischen Arbeiten des Stagiri'ten wahrzunehmen, in wel-chem aus den historischen Vorstudien sür die philosophischeBehandlung der einzelnen Disziplinen immer besondereSchriften hervorgingen.
Zu den Vorstudien für seine Theorie der Dichtkunstgehörten neben anderen Schriften, von denen uns eben nurTitel erhalten sind, die drei Bücher von den Dichtern,aus welchen uns Athenä'us^, Dio'genes von Lae'rteb undMakro'bius^, — lauter spätlebende und von Aristo'teles' Zeitfast um ein halbes Jahrtausend getrennte Litteraten, — einpaar kümmerliche Notizen aufbewahrt haben, welche sie sogar
2. Deipnosophistcn XI, S. 505. c.
3. Leben, Meinungen und Aussprüche berühmter Philosophen II,45—46; III, 48; VIII, 57.
4. SaturnVlien V, 18.