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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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dem Wenigen gegenübersteht, sollten sie als Eins eigentlich das Wenigeansehen. Es ist nun ferner klar, daß das Eins ein Maß bedeutet.Bei jedem Maß ist nun ein anderes Substrat vorhanden, so ist z. B.der Viertelston das Maß für die Harmonie, Finger oder Fuß oderetwas dergleichen Maß für die Größe, Takt oder Silbe Maß für denRhythmus, ebenso ist bei der Schwere das Maß ein bestimmtes Ge>wicht. Und so ist es durchaus: im Qualitativen ist Maß etwas Qua-litatives , im Quantitativen etwas Quantitatives. Und das Maß istnntheilbar, theils dem Begriff nach, theils für die sinnliche Wahrneh-mung , wobei das Eins nicht als eine für sich seiende Substanz ge-dacht ist. Und dieß ist ganz natürlich; denn das Eins bezeichnet, daßes Maß für die Vielheit, und die Zahl, daß sie eine gemessene Vielheitist und eine Vielheit von Maßeinheiten. Darum ist auch natürlicher-weise das Eins nicht Zahl; denn das Maß ist nicht eine Vielheit vonMaßen, sondern das Maß und das Eins ist Princip. ES muß aberimmer etwas Gleichartiges als Maß genommen werden, z. B. bei denPferden ist das Maß ein Pferd, bei den Menschen ein Mensch; hatman Mensch und Pferd und Gott zusammen, so ist es etwalebendesWesen" und die Zahl derselben istlebende Wesen". Hat man aberweiß, Mensch, gehend" zusammen, so gibt es für diese keine gemein-same Zahl, weil sie alle demselben und Einem der Zahl nach zukom-men; indessen mag ihre Zahl ausgedrückt werden durch eine Gattungoder durch eine andere derartige Bezeichnung. Wenn man aber dasUngleiche und als eins damit die unbegrenzte Zweiheit von Groß undKlein als Princip setzt, so entfernt man sich gar zu weit von demWahrscheinlichen und Möglichen; denn dieß sind ja Bestimmtheitenund Eigenthümlichkeiten, nicht aber Substrate der Zahlen und derGrößen, nemlich das Wenig und Viel ist Eigenschaft der Zahl, dasKleine und Große Eigenschaft der Größe, wie gerad und ungerad,glatt und rauh, gerad und krumm Eigenschaften sind. Und auch abge-sehen von diesem Fehler, muß ja nothwendig das Große und Kleineund alles dergleichen etwas Relatives sein; das Relative ist aber amallerwenigsten unter den Kategorieen geeignet, ein bestimmtes Wesenoder Substanz zu sein und ist später als das Qualitative und Quan-titative; das Relative ist eine Bestimmtheit des Quantitativen, wieoben gesagt wurde, nicht aber Materie, wenn doch immer etwas An-

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