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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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gleiche das Wesen des Vielen ist, theils gegenüber dem Eins die Viel-heit. Es werden nemlich die Zahlen erzeugt bei dem Einen aus derZweiheit des Ungleichen, dem Großen und Kleinen, bei einem Andernaus der Vielheit, beidemal aber von der Substanz des Eins; dennauch derjenige, welcher das Ungleiche und das Eins als Elementesetzt und das Ungleiche als die Zweiheit aus Groß und Klein, setztvoraus, daß das Ungleiche und das Große und Kleine Eins sind, ohnenäher zu bestimmen, daß sie es zwar dem Begriff nach sind, abernicht der Zahl nach. Indessen auch die Principien, welche sie Elementenennen, wissen sie nicht genügend zu erklären; die Einen nennen dasGroße und Kleine nebst dem Eins, also diese drei als Element derZahlen, nemlich die Elftere als Materie, das Eins als Form, Anderedas Viel und Wenig, weil das Große und Kleine seiner Natur nachin engerer Verbindung mit der Größe steht, Andere noch allgemeinerdas über beiden Stehende, nemlich das Mehr oder Weniger. DieseAbweichungen begründen keinen wesentlichen Unterschied hinsichtlichmancher der genannten Schwierigkeiten, sie vermeiden nur gewisse inden Begriffen begründete Bedenken, welche von den Vertretern derletztgenannten Ansicht vermieden werden, sofern sie selbst ihre Beweisevom Begriff aus führen '). Allein wenn man das Mehr und Weni-ger zu Principien macht anstatt des Großen und Kleinen, so wäre eseigentlich consequent, auch die Zahl früher aus den Elementen werdenzu lassen, als die Zweiheit; denn die Zahl ist so gut wie das Mehroder Weniger das Allgemeinere. So aber thun sie das eine und las-sen das andere. Andere stellen dem Eins das Verschiedene und dasAndere gegenüber, noch Andere die Vielheit. Ist nun aber, wieManche wollen, das Seiende aus Entgegengesetztem und ist dem Einsentweder nichts entgegengesetzt oder höchstens die Vielheit währenddas Ungleiche dem Gleichen entgegengesetzt ist und das Verschiedenedem Identischen und das Andere dem Ding 2) selbst so können nocham meisten diejenigen, welche das Eins der Vielheit gegenüberstellen,etwas für ihre Ansicht geltend machen freilich auch sie nicht in ge-nügender Weise. Denn sofern ja die Vielheit der Wenigkeit, das Viele

*) Sie fassen die Begriffe schärfer und daher allgemeiner.2) ttvT'la nach Bonitz, statt