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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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aber unterscheiden die einen von den Letzteren zwei Gattungen, dieIdeen und die mathematischen Zahlen, Andere nehmen nur Eine Na-tur sür beide an, noch Andere lassen blos die mathematischen Sub-stanzen zu; daher hat es unsere Untersuchung erstlich zu thun mitdem Mathematischen, ohne noch eine andere Art von Wesen in ihrenKreis zu ziehen, ohne also gleich zu sragen, ob Ideen sind oder nicht,und ob die Ideen Principien und Substanzen des Seienden sind odernicht, vielmehr ist jetzt die Frage lediglich die, ob es ein Mathema-tisches gibt oder nicht, und wenn es ein solches gibt, wie es damit sichverhalt; in zweiter Linie haben wir sodann die Ideen selbst, auch wie-der für sich, zu untersuchen, ohne Rücksicht auf Anderes und soweit eseben die Sitte verlangt "). Das Meiste ist ja zur Genüge an den be-treffenden 2) Orten abgehandelt worden. Ferner aber müssen wir weit-läufiger aus die Frage eingehen, ob die Substanzen und die Prin-cipien des Seienden Zahlen und Ideen sind; dich ist dann der dritteTheil der Untersuchung, welcher sich an die Untersuchung der Ideenanschließt. Wenn ferner das Mathematische ist, so muß es noth-wendig entweder im Sinnlichen sein, wie auch Einige annehmen, odergetrennt vom Sinnlichen, und auch hiefür erheben sich manche Stim-men ; oder wenn keines von beiden der Fall, so ist es entweder garnicht, oder es ist in anderer Weise. Wir werden also in diesem Fallnicht das Sein, sondern die Art des Seins zu untersuchen haben.

*) Ist es einmal üblich, auf Meinungen 'Anderer Rücksicht zu nehmen unddieselben darauf anzusehen, ob sie richtig sind oder nicht, resp. die eigene Ansichtgegenüber von Andern zu motiviren und zu rechtfertigen.

-)vTro Nach den übereinstimmenden An-

sichten neuerer Forscher sind hierunter nicht etwa sogenannte exoterische, d. h. füreinen weiteren Kreis bestimmte und daher populärer gehaltene, allgemein Ver-ständliches behandelnde Schriften des Arist. zu verstehen, vielmehr nur überhauptsolche Erörterungen, welche nicht in den Kreis der eben vorliegenden Untersuchunggehören," (Zeller),welche ihrem Inhalt nach mehr oder weniger von der gegen-wärtigen Pragmatik entfernt sind." (Stahr.) Die weitläufige Literatur hierübers. bei Schwegler z. uns. Stelle. Bes. Stahr Arist. H, 235 279. Zeller griech.Phil. N, 2 S. 95 103, bes. auch S. 100 Anm. 3. Nimmt man aber denUnterschieb von esoterischen und esoterischen Schriften nicht an, so ist es auch nichtpassend, in der Ucbersetznng den Ausdruckcxoterische Reden" oder dergleichenstehen -u lassen.