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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
Seite
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denn das Schlechte selber ist das eine der Elemente. Andere ') fassendas Gute und das Böse gar nicht als Princip, und doch ist in Allemam meisten das Gute Princip. Andere 2) schlagen zwar den rich-tigen Weg ein, sofern sie das Gute zum Princip machen, erklärenaber nicht, wie das Gute Princip ist, ob als Ziel oder als Bewegen-des oder als Form. Auch Empedokles verwickelt sich in Widersprüche.Denn er setzt die Freundschaft als das Gute, diese ist ihm Principeinerseits als bewegende Ursache, sofern sie nemlich vereinigtandererseits als Materie, sosern sie ein Theil der Urmischung ist. Wennes nun je auch möglich ist, daß ebendasselbe zugleich als Materie undals bewegendes Princip ist, so ist doch der Begriff von beiden: nichtebenderselbe. In welcher Beziehung nun ist die Freundschaft Prin-cip? Widersinnig ferner ist auch die Behauptung, der Streitseiunvergänglich; dieser ist ja doch an sich das Wesen des Bösen.Anaxagoras macht das Gute-*) als Bewegendes zum Princip; dieVernunft nemlich bewegt, aber sie bewegt um eines Andern willen, sodas; ein Widerspruch entsteht ^). Es gibt hier keinen Ausweg, als un-sere Lehre: die Arzneikunst ist in gewissem Sinn die Gesundheit ^).Widersinnig ist es ferner, daß er dem Guten und der Vernunft keinenGegensatz gibt. Alle Philosophen ferner, welche Gegensätze aufstel-len, machen von denselben keinen Gebrauch, man müßte denn nur ihreSätze erst zurichten. Auch erklärt keiner, warum das Eure vergänglichist, das Andere unvergänglich. Denn alles Seiende lassen sie aus den-selben Principien hervorgehen. Ferner lassen die Einen das Seiendeaus dem Nichtscienden entstehen; Andere lassen Alles Eins sein, umnicht zu jener Behauptung sich genöthigt zu sehen. Keiner spricht sichdarüber aus, weßhalb immer ein Werden sein soll und was die Ur-sache des Werdens ist. Diejenigen sodann, welche zwei Principien an-nehmen , müssen nothwendig noch ein drittes, über beiden stehendes

>> Wohl die Pgthagvreer und Speusippus.

2) Wie Empedolles »nd AnaxagoraS.

D, h. die Vernunft.

§> Denn dieses Andere, der Zweck, muß doch das Gute sein, und doch istnach der Voraussetzung die bewegende Vernunft selbst das Gute.

5) D. h. bewegende Ursache und Zweck fallen zusammen.