31 ?
aus irgend eine Weise in die allgemeine Ordnung eingesügt, aber nichtAlles auf gleiche Weise, Fische, Vögel und Pflanzen; und es ist nichtso, daß das Eine mit dem Andern gar nichts zn schaffen Hütte, viel-mehr ist dieß der Fall; denn die ganze Zusammenordnung steht in Be-ziehung zu einem einheitlichen Mittelpunkt. Allein es ist hier, wie ineinem Haus, wo es den freien Mitgliedern am wenigsten erlaubt ist,ganz nach Belieben zu handeln, vielmehr ist diesen Alles oder doch dasMeiste vorgeschrieben, während die Sklaven und die Hausthiere nurwenig zu thun haben für das Allgemeine und meist eben thun, wasihnen unter die Hände kommt'); in dieser Weise wirkt bei jedem Ein-zelnen als Princip seine eigenthümliche Natur. Das Untergeordnetehat freilich auch etwas zu leisten, denn z. B. keines kann sich dem Pro-ceß entziehen, wornach das Eine aus dem Andern sich entwickelt, undso gibt es noch andere Funktionen, an welchen Alles zum Zweck desGanzen Theil nimmt. — Wir müssen aber näher auf die Unmöglich-keiten und Widersprüche eingehen, welche für die von uns abweichen-den Systeme sich ergeben, sowie welche Schwierigkeiten bei denjenigensich erheben, die einen richtigeren Blick haben, und wo die Schwierig-keiten am geringsten sind. Alle Philosophen sagen, daß Alles ausEntgegengesetztem werde. Hiebei ist aber weder das „Alles" noch das„aus Entgegengesetztem" richtig; ebenso wenig erklären sie die Artund Weise wie dasjenige, in welchem Entgegengesetztes sich findet, ausdem Entgegengesetzten entstehen soll; denn die Gegensätze können nichtunmittelbar auf einander einwirken. Für uns löst sich diese Schwie-rigkeit auf eine sehr einleuchtende Weise durch die Annahme eines Drit-tens. Andere machen die einen der Gegensätze zur Materie, wiez. B. das Ungleiche gegenüber dem Gleichen, das Viele gegenüber demEins. Auch diese Schwierigkeit löst sich auf dieselbe Weise: denn dieMaterie ist Eine und bildet nicht ein Glied des Gegensatzes. Uebsr-dieß müßte Alles am Schlechten Theil haben außer dem Einen;
>) So haben auch in der Ordnung des Weltalls die höchsten Theile, die Ge-stirne, je nach ihrem Rang und ihrer Bedeutung die strengsten Regeln und Ge-st-e; beim weniger Bedeutenden hat der Zufall und die Willkür mehr Spielraum,2) Der Materie.
°j Wenn das Ungleiche, welches da« Schlechte in sich schließt, Materie wäre.