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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
Seite
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Allein es ist unmöglich, daß es noch andere Bewegungen gebe außerden genannten. Und dich kann man mit allem Grund schließen ausdem Bewegten. Denn wenn jedes Bewegende um des Bewegten wil-len da ist und wenn jede Bewegung sich aus ein Bewegtes bezieht, soist wohl keine Bewegung um ihretwillen da, noch um einer andernBewegung willen, sondern eben um der Gestirne willen. Denn wenneine Bewegung um einer Bewegung willen da märe, so mußte auchdiese wieder um eines Andern willen da sein; da man nun aber nichtins Unendliche sortgehen kann, so muß das Ziel jeder Bewegung einerder überirdischen Körper sein, welche am Himmel sich hinbewegen.Es ist aber ferner klar, daß es nur Einen Himmel gibt. Denn wennes eine Mehrheit von Himmeln gäbe, wie von Menschen, somüßte das Princip eines jeden der Art nach dasselbe sein, der Zahlnach aber wären es viele Principien. Allein was der Zahl nach vie-les ist, hat Materie; denn der Begriff ist einer und derselbe bei vielen,wie z. B. bei den Menschen, aber in oonorsto ist ein Unterschied, wiezwischen Sokrates und Kallias '). Das erste reine Sein aber hatkeine Materie, denn es ist reine Aktualität. Somit ist das erste unbe-wegte Bewegende sowohl dem Begriff, als der Zahl nach Eines undsomit ist auch das stets und ununterbrochen Bewegte nur Eines; so-mit gibt es nur Einen Himmel. Ans früherer und zum Theil ausuralter Zeit ist die in mythische Form gefaßte Lehre auf die späterenGeschlechter gekommen, diese Gestirne seien Götter und das Göttlicheumfasse die ganze Natur. Weiteres ist dann noch in mythischer Formhinzugefügt worden, um die Menge zum Glauben daran zu bringen,und je nachdem sich im politischen und praktischen Leben irgend ei»Bedürfniß zeigte; man gab nemlich diesen Göttern menschliche Gestaltund ließ sie noch anderen Geschöpfen gleich sein, woran sich dann nochweiteres der Art anschloß. Wenn man nun hier eine Scheidung ver-nimmt und nur das Erste, Ursprüngliche festhält, nemlich den Glau-ben, daß die ersten Substanzen Götter seien, so kann man dieß in derThat sür eine göttliche Lehre ansehen, und da mit Wahrscheinlichkeitanzunehmen ist, daß jede Kunst und Wissenschaft mehr als Einmal

y Ließ ungefähr muß der Sinn der an sich unklaren, wohl corrupten Worte<le kör sein.