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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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stand, wie in der Physik >) gezeigt worden ist): deßhalb muß nothwen»dig jeder dieser Umschwünge von einem an sich Unbewegten, einerewigen Substanz in Bewegung gesetzt werden. Denn da die Naturder Gestirne eine ewige Substanz ist, so muß auch das Bewegendeewig sein und früher, als das Bewegte, das aber, was früher ist alsdie Substanz, muß nothwcndig selber Substanz sein. Es ist also ausden angegebenen Gründen klar, daß es nothwendig eben so vieleSubstanzen geben muß, welche ewig sind ihrer Natur nach und we-sentlich unbewegt und ohne Größe. Man sieht also, daß es Substan-zen gibt und welche von denselben die erste und die zweite ist nacheiner dem Umschwung der Gestirne entsprechenden Abstufung. DieMenge dieser Umschwünge muß man aus derjenigen mathematischenWissenschaft ersehen, welche mit der Philosophie am meisten verwandtist, nemlich aus der Astronomie; diese hat es mit der Untersuchungder sinnlichen, aber dabei ewigen Substanzen zu thun, während dieandern Wissenschaften mit Substanzen nichts zu schaffen haben, wiez. B. die Arithmetik und die Geometrie. Daß nun das sich Bewe-gende mehrfache Bewegungen hat, ist klar, auch bei oberflächlicherKenntniß der Sache; denn jeder von den Planeten hat mehr als nurEine Bewegung. Wie groß aber die Zahl dieser Bewegungen ist,darüber wollen wir jetzt nur, um eine Vorstellung von der Sache zugeben, die Ansichten einiger Mathematiker auführcn, damit wenigstensder Vorstellung ein bestimmter Anhaltspunkt gegeben ist; im Uebrigeuaber muß man selber weiter forschen und von den Forschern sich un-terrichten lassen, und wenn die, welche sich mit diesem Gegenstand be-sonders beschäftigen, etwas den jetzigen Ansichten Zuwiderlaufendesentdecken, muß man der exakteren Forschung zustimmen, bei allerAchtung, die man für beide Parteien haben mag. Eudoxosun»ahm an, die Bewegung der Sonne und des Monds beruhe je indrei Sphären"); von ihren Bewegungen sei die erste dieselbe, wie die

>) I-Ii^s. VIII. 8. s.

Als Planetcnsphären.

Eudoxos von Knidus, berühmter Astronom. Kap. 3.h S. hierüber Zeller, griech. Phil. II. 2. S. 3 43 ff.Daß die Himmels-körper srei im Weltraum schweben, ist ein Gedanke, welcher de» damaligen Astro-nomen sremb war; man dachte sich jeden Stern an seiner Sphäre befestigt und