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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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daß ein Vorher und Nachher sei, wenn keine Zeit ist>)- Die Bewe-gung ist also ebenso ununterbrochen, wie die Zeit, denn diese ist ent-weder selbst Bewegung oder eine Bestimmtheit derselben. Eine unun-terbrochene Bewegung aber gibt es nicht außer der Bewegung imRaum, und hier wieder die Kreisbewegung. Ferner aber, wenn esein Bewegendes oder Schaffendes gäbe, das aber nicht aktuell wirkte,so könnte es auch keine Bewegung geben; denn das Potenzielle könntemöglicherweise nicht aktuell sein. Es hilft also nichts, wenn wir auchewige Substanzen annchmen, wie die Vertreter der Jdeenlehre, wofernnicht in denselben ein Princip?) enthalten ist, welches eine Verbinde-rung bewirken kann. So wenig also dieß hinreicht, so wenig aucheine andere Substanz ^), abgesehen von den Ideen; denn wenn sienicht aktuell wirken, ist keine Bewegung. Aber auch das genügt nicht,daß man Aktualität zugibt, wenn die Substanz zugleich Potenzialitätist; denn in diesem Fall gäbe es keine ewige Bewegung, weil das Po-tenzielle möglicherweise auch nicht ist. Folglich muß es ein solchesPrincip geben, dessen eigentliches Wesen Aktualität ist. Ferner müs-sen diese Substanzen ohne Materie sein. Denn sie müssen ewigsein, wenn es überhaupt ein Ewiges geben soll; also müssen sie aktuellsein. Nun erhebt sich aber eine Frage; man könnte nemlich geltendmachen, wenn auch das Potenzielle nicht immer aktuell werde, so seidoch das Aktuelle immer potenziell, es müsse also die Potenzialitätvorhergehen. Allein in diesem Fall würde nichts Seiendes mehr sein,denn es ist ja möglich, daß etwas zwar die Potenz, zu sein, habe,aber doch nicht sei. Auf die gleiche Unmöglichkeit kommt man, wennman mit den Theologen Alles aus der Nacht entstehen läßt, oderwenn man mit den Naturphilosophen sagt:alle Dinge in einander."Denn wie soll eine Bewegung stattfinden, wenn es keine aktuellen Ur-sachen gibt? Es kann doch die Materie sich nicht selbst bewegen, son-dern dazu ist die Baukunst nöthig, und ebenso wenig geht die Bewe.

0 Wenn die Zeit nicht immer wäre, so müßte etwas vorher oder nachhersein: aber die Begriffe Vorher und Nachher setzen ja den Begriff der Zeit und dieZeit schon voraus.

2) Was bei den Ideen sehlt.h Ohne Zweifel sind damit die Zahlen gemeint,b Weil die Materie wesentlich Potenzialität ist.

Aristoteles' Metaphtzstt.

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